Allianz: Deutsche Wachstumsaussichten bleiben stark eingetrübt

dpa-AFX

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Allianz-Konzern rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Konjunkturflaute in Deutschland. "Die Wachstumsaussichten sind in den nächsten Quartalen stark eingetrübt", hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Konjunkturausblick des Versicherers. Die hohe Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft und die Probleme in der Autoindustrie würden weiterhin "zu stark belasten". Erst ab 2021 dürfte der anziehende Welthandel das Wachstum in Deutschland wieder auf ein solideres Fundament stellen.

Die wichtigste Stütze des deutschen Wachstums blieben der private Konsum und die robuste Bauwirtschaft, hieß es im Ausblick. Für das laufende Jahr erwartet der Allianz-Konzern allerdings ein erneut mageres Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent. Im Jahr 2021 sollte die Wirtschaft dann stärker in Schwung kommen, die größte europäische Wirtschaft dürfte um 1,1 Prozent zulegen.

Nach Einschätzung der Allianz bremst das schwache Wachstum des Welthandels die deutsche Wirtschaft stärker als die Konjunktur in der Eurozone. Für den gemeinsamen Währungsraum erwartet die Allianz für das laufende und das kommende Jahr ein jeweils stärkeres Wachstum von 1,0 Prozent beziehungsweise 1,3 Prozent.

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Kurz vor der angesetzten Unterzeichnung eines Teilabkommens zwischen den USA und China zur Entschärfung des Handelskonfliktes der beiden größten Volkswirtschaften der Welt rechnet der Allianz-Konzern in diesem Jahr nicht mit einer weiteren Eskalation der Lage. Allerdings erwartet der Versicherer aber auch keine "substantielle Entspannung" des Konflikts.

Generell geht die Allianz davon aus, dass politische Unsicherheiten auch im laufenden Jahr die konjunkturelle Entwicklung bestimmen dürften. Bei den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sei keine Besserung zu erwarten. Zudem dürften die Unruhen in Lateinamerika und Hongkong "zumindest im ersten Halbjahr 2020 anhalten".

Vor dem Hintergrund der eher schwachen Konjunktur rechnet die Allianz mit einer Fortsetzung der sehr expansiven Geldpolitik führender Notenbanken. Die US-Notenbank Fed dürfte ihre Lockerung im laufenden Jahr mit einer Zinssenkung fortsetzen. "Die EZB wird voraussichtlich im April eine weitere Senkung des Einlagensatzes um 10 Basispunkte auf minus 0,6 Prozent vornehmen", hieß es im Konjunkturausblick. Die Käufe von Anleihen dürften bis zum Jahresende auf dem aktuellen Niveau von 20 Milliarden Euro pro Monat verharren./jkr/bgf/jha/

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