Bitcoin: Die zwei Gesichter der Kryptowährung – Jenet Yellen: „illegale Machenschaften“ vs. Michael Saylor: „Marktwert von 100 Billionen Dollar“

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Der Bitcoin macht seinem volatilen Ruf wieder alle Ehre. Nachdem die Kryptowährung am Wochenende noch ein neues Allzeithoch von 58.354 Dollar erreicht hatte, geht es heute wieder steil bergab und die Sorgenfalten auf den Gesichtern der Anleger werden wieder größer.

Bitcoin: Die zwei Gesichter der Kryptowährung – Jenet Yellen: „illegale Machenschaften“ vs. Michael Saylor: „Marktwert von 100 Billionen Dollar“

Janet Yellen watscht Bitcoin ab

Die ehemalige Chefin der US Notenbank und jetzige US-Finanzministerin stellte dem Bitcoin kein gutes Zeugnis aus:  „Er ist ein hochspekulativer Vermögenswert, und Sie wissen, ich denke, die Leute sollten sich bewusst sein, dass er äußerst volatil sein kann, und ich mache mir Sorgen über mögliche Verluste, die Anleger erleiden könnten.” Der Schlag hat gesessen. Yellen legte dann noch nach und rückte die Kryptowährung in eine zwielichtige Ecke. Die Finanzministerien sagte, sie „sei besorgt“ über die Rolle des Bitcoin bei der „illegalen Finanzierung“ und den Energieverbrauch, mit dem Bitcoin geschürft werde.

Aussagen zeigen Wirkung

Die älteste und bei weitem marktgrößte Internetwährung fiel am Dienstagvormittag um zeitweise mehr als 15 Prozent zurück. Auf der Handelsplattform Bitstamp wurde ein Tiefstkurs von 45 000 US-Dollar markiert.

Die nach Marktanteil zweitgrößte Kryptowährung Ether verlor ebenso deutlich wie andere Digitalwerte, darunter XRP, Litecoin und Bitcoin Cash. Teils betrugen die Verluste zwanzig Prozent und mehr. Der Marktwert aller rund 8500 Kryptowährungen fiel auf 1,35 Billionen Dollar, nachdem er am Wochenende ein Rekordhoch von etwa 1,76 Billionen Dollar erreicht hatte. Alle im Umlauf befindlichen Bitcoins waren am Dienstag rund 850 Milliarden Dollar wert. Am vergangenen Freitag war erstmals die Schwelle von einer Billion Dollar überschritten worden.

Michael Saylor hält dagegen

Michael Saylor, Vorstandsvorsitzender von MicroStrategy, der zu einem glühenden Fan der Kryptowährung geworden ist und aktuell keine Möglichkeit auslässt einen Lobgesang auf die Kryptowährung vom Staple zu lassen, hält heute auf CNBC dagegen. Saylor glaubt, dass Bitcoin weiter an Wert gewinnen wird, bis die Kryptowährung zu einem „stabilisierenden Einfluss“ für das gesamte globale Finanzsystem wird. Und dann kommt eine Aussage, die man wohl eher mit einem Schmunzeln lesen muss, denn genau solche Vorhersagen stärken den Bitcoin nicht wirklich. Saylor glaubt, dass der Marktwert von Bitcoin eines Tages 100 Billionen Dollar betragen würde.

Zum Glück hat er die Aussage nicht mit einem Datum versehen. So schnell dürfte die Kryptowährung nicht annähernd in diese Region vorstoßen. Dafür müssten nämlich noch einige große Konzerne auf den Bitcoinzug aufspringen.

Chance oder RisikoDie Aussagen von Janet Yellen dürfte für einige Anleger ein willkommener Anlass gewesen sein ihre Gewinne mitzunehmen. Langfristig dürfte der Bitcoin aber trotz der negativen Einschätzung von Janet Yellen wieder Fahrt aufnehmen. Unterm Strich sind die „Vorwürfe“ nicht neu, sie kommen nur von einer neuen Adresse – der amerikanischen Finanzministerin. Aber schon als Chefin der Fed konnte Yellen dem Bitcoin nicht viel abgewinnen, daher ist ihre Einstellung zu der Kryptowährung auch nicht neu.Deutlichere Rücksetzer beim Bitcoin sind zudem auch nicht gerade neu. Von daher gilt eher die Devise: Augen zu und durch.onvista Mahlzeit: Dax mit anbahnender Panikattacke? – Bitcoin, Covestro, ElringKlinger und Lucid sowie Hyzon haben ihre SPACs gefunden

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Von Markus Weingran

Foto: ImageFlow / Shutterstock.com

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