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Bloß drei simple Schritte – mehr brauchst du nicht, um an der Börse erfolgreich zu sein

Fool.de
Bloß drei simple Schritte – mehr brauchst du nicht, um an der Börse erfolgreich zu sein

Ein alter Bekannter hat mich neulich gefragt, ob es nicht eine einfache, quasi magische Geheimformel gebe, mit der man an der Börse erfolgreich sein könne. Zuerst fand ich die Frage etwas einfältig, doch je mehr ich darüber nachdachte, umso mehr begann sich in meinem Kopf eine solche Formel zusammenzubrauen.

Wenn auch du daher auf der Suche nach einer solchen simplen und dennoch langfristig erfolgversprechenden Formel bist, lies am besten weiter! Denn vielleicht habe ich inzwischen eine durchaus befriedigende Antwort gefunden.

Lebe unter deinen Verhältnissen

Genau genommen habe ich diese Formel in drei einfache Phrasen heruntergebrochen. Die erste lautet: Lebe unter deinen Verhältnissen.

„Oh ne, nicht schon wieder so ein abstrakter, oberflächlicher Tipp, der sich letztlich nur auf das Sparen bezieht“, magst du vielleicht gerade denken. Okay, um fair zu bleiben, genau das wollte ich gerade thematisieren. Denn das Sparen ist ein wichtiger Teil dieser Aussage, der unumgänglich ist. Doch wir Fools haben diesen Aspekt schon ein ums andere Mal thematisiert, weshalb ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen möchte.

Zum Unter-seinen-Verhältnissen-Leben gehört jedoch noch deutlich mehr als lediglich das Sparen. Es sollte genau genommen zu einer inneren Einstellung werden, damit man sich langfristig auf die notwendigen Entbehrungen einlassen kann. Natürlich in dem Wissen, dass einem diese später zu einem finanziell besser gestellten Leben verhelfen werden. Gerade hieran könnte es bei einigen Kurzentschlossenen jedoch hapern.

Regelmäßig investieren

Ein zweiter Schritt ist natürlich zu investieren. „Ach ne“, magst du vielleicht erneut denken. Doch es gibt auch hier einiges, was man beachten sollte. Vor allem dann, wenn man es einfach halten möchte.

So wie beispielsweise das regelmäßige Investieren. Wer nicht nur einmal eine bloße Summe X auf eine lange Reise schickt, sondern regelmäßig peu á peu sein Portfolio bespart, profitiert letztlich vom Durchschnittskosteneffekt und braucht sich um ideale Einstiegspunkte - die es möglicherweise niemals geben wird - keine Sorgen zu machen.

Am besten automatisiert man als Minimalspurinvestor das Ganze sogar so weit, dass man kaum ein zusätzliches Hinzutun benötigt, was einen möglicherweise wieder davon abhalten könnte.

Langfristig wird man bei diesem Vorgehen jedoch nicht nur vom bereits erwähnten Durchschnittskosteneffekt profitieren, sondern auch von der sich einsetzenden Verzinsung des Kapitals sowie vom weitergehenden Zinseszinseffekt. Hier arbeitet das Geld dann quasi sehr effektiv von ganz allein für dich.

Bleib gefälligst dabei!

Eigentlich bringen die zwei ersten Schritte schon das Erfolgsprinzip auf den Punkt. Dennoch dürfte es noch Sinn machen, das Ganze um einen dritten Aspekt zu erweitern: dem Dabeibleiben. Ja, ein langfristiges Denkvermögen gehört auch an dieser Stelle dazu, doch ist das auch hier nicht alles.

Um dabeizubleiben, wirst du nämlich auch Willensstärke benötigen. Vor allem wenn die Börsen wie in letzter Zeit mal wieder ein wenig holpriger werden, heißt es Augen zu und durch. Oder besser: Augen zu und dabeibleiben!

Es mag zwar nicht unbedingt die schönste Seite eines Investorenlebens sein, wenn man sein Portfolio in Krisenzeiten auch mal deutlich im Minus sieht, doch das gehört einfach dazu.

Diese schwierigen Zeiten auszusitzen und sich hier an seine eisernen Ziele zu erinnern, dürfte zwar ebenfalls nicht jedem leichtfallen. Doch sofern man sich das große Ziel des langfristigen Vermögensaufbaus vor Augen führt, kann das durchaus Abhilfe verschaffen.

Wenn du willst, halte es einfach

Vom Grundprinzip her ist das erfolgreiche Investieren an der Börse daher relativ simpel und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wirklich jeder in seinem persönlichen Rahmen mithilfe von Aktien Erfolge feiern kann.

Wer es daher simpel halten will, sollte dies auch durchaus tun. Vor allem ETFs können hierbei ein gutes Vehikel sein, um ohne großen Aufwand breit gestreut und dadurch risikoarm an der Entwicklung eines Marktes profitieren zu können. Quasi als ideale Anlagemöglichkeit für alle Schmalspurinvestoren.

So, und wo du jetzt die simple Theorie und sogar ein mögliches Anlageinstrument kennst, liegt es nur noch an dir, diesen Worten Taten folgen zu lassen.

Von Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Foto: Peshkova / Shutterstock.com

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