CDU-Politiker Wüst neuer Ministerpräsident in NRW

Reuters

Düsseldorf (Reuters) - Der Vorsitzende der NRW-CDU, Hendrik Wüst, ist neuer Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens.

Der Landtag in Düsseldorf wählte den bisherigen Verkehrsminister am Mittwoch mit 103 Ja-Stimmen bei 90 Nein-Stimmen zum Nachfolger von Armin Laschet, der in die Bundespolitik gewechselt ist. Damit stimmten auch Abgeordnete der Opposition für Wüst, denn die regierende schwarz-gelbe Koalition verfügt in dem Landesparlament nur über 100 Stimmen. Wüst wurde umgehend vereidigt und kündigte an, vor allem die Themen Klimaschutz, die Bewältigung der Corona-Pandemie und den Wiederaufbau nach der Flut-Katastrophe angehen zu wollen. Am kommenden Mittwoch werde er eine Regierungserklärung abgeben.

Die CDU hatte Wüst bereits am Samstag auf einem Landesparteitag zum neuen Parteichef in Nordrhein-Westfalen gewählt. Viel Zeit, sich im neuen Amt zu profilieren, bleibt Wüst nicht. Im Mai 2022 finden in NRW Landtagswahlen statt.

Der Münsterländer Wüst kann bereits auf eine lange Karriere in der Politik zurückschauen. Der Rechtsanwalt und passionierte Jäger war 2006 bis 2010 Generalsekretär der NRW-CDU, musste aber damals zurücktreten, als bekannt wurde, dass die CDU potenziellen Parteispendern Einzelgespräche mit einem der Vorgänger Laschets, Jürgen Rüttgers, angeboten hatte. 2017 wurde er dann von Laschet zum Verkehrsminister berufen.

Laschet hatte schon vor der Bundestagswahl angekündigt, nach Berlin wechseln zu wollen, wo er nun Mitglied des deutschen Bundestages geworden ist. Nach der Niederlage der Union bei der Bundestagswahl hatte der Unions-Kanzlerkandidat auch seinen Rückzug als CDU-Chef angekündigt.

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