„Corona-Pille“: Roche-Partner Atea erreicht die gesteckten Ziele der Phase-II-Studie nicht – Roche-Aktie leidet und Atea-Papier bricht brutal ein!

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„Corona-Pille“: Roche-Partner Atea erreicht die gesteckten Ziele der Phase-II-Studie nicht – Roche-Aktie leidet und Atea-Papier bricht brutal ein!

Die Hoffnung war groß, die Enttäuschung ist umso größer. Nachdem Merck für sein  Corona-Medikament eine Notfallzulassung beantragt hat, hofften viele Anleger das Duo Roche und Atea Pharmaceuticals könnte mit ihrer „Corona-Pille“ in ähnlicher Weise nachziehen. Jetzt musste der amerikanische Partner jedoch einen Rückschlag in der Phase-II-Studie vermelden. Während die Aktie des Schweizer Pharmariese rund 3 Prozent verliert, brechen die Atea-Papiere vorbörslich um mehr als 70 Prozent ein.

Atea erreicht die gesteckten Ziele nicht

Der Hoffnungsträger AT-527, die sogenannte „Corona-Pille“, hat in einer Phase-II-Studie die gesteckten Ziele nicht erreicht. In der Moonsong-Studie wurde AT-527 im ambulanten Bereich eingesetzt. Laut den Ergebnisse erreichte die Behandlung den primären Endpunkt nicht, da sie im Vergleich zu Placebo keine deutliche Verringerung der SARS-CoV-2-Viruslast in der Gesamtpopulation der Patienten mit leichter oder mittelschwerer Covid-19 zeigte.

Mögliche Änderungen werden geprüft

Als Reaktion auf die ernüchternden Ergebnis wollen Roche und Atea nun gemeinsam mögliche Änderungen der globalen Phase-III-Studie Morningsky prüfen, heißt es in einer Mitteilung der Amerikaner vom Dienstag. Dies dürfte dazu führen, dass die Daten aus dem Phase-III-Programm erst in der zweiten Hälfte 2022 verfügbar sein werden.

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onvista Redaktion:

Die heutige Nachricht von Atea dürfte einige Anleger auf dem falschen Fuß erwischt haben. Ein Kurseinbruch von rund 70 Prozent bei den Amerikanern macht allerdings auch deutlich, dass viele Anleger der „Corona-Pille“ der beiden Partner keine große Chance mehr einräumen. Anlegern,  denen es nach den Absturz der Atea-Papiere in den Fingern juckt, die sollten vorher einen Blick auf den Kurs von Curevac werfen. Hier konnte man bereits einen ähnliche Entwicklung verfolgen, nachdem der Impfstoff der ersten Generation zu den Akten gelegt worden ist. Die Tübinger erwarten neue Daten zu ihrem Impfstoff der zweiten Generation zwar etwas früher, geholfen hat es der Aktie aber auch nicht. Daher ist die Atea-Aktie zur Zeit eher zu meiden.

Was die Papiere von Roche angeht, so ist ein Rücksetzer von 3 Prozent auch ein  herber Schlag. Allerdings hat der Schweizer Pharma-Riese weit mehr zu bieten, als nur eine „Corona-Pille“. Daher ist die Roche-Aktie ein Fall für die Watchlist. Wenn die Enttäuschung verflogen ist, dann könnte die Aktie ein interessanter Kandidat für das Depot werden.

Mit Material von dpa-AFX

Foto: testing / shutterstock.com

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