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Dax prescht auch in der neuen Woche vor – Gute Konjunktur-Stimmung aus China treibt den Kurs – Deutsche Bank weiter im Sog der Vergangenheit

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Dax prescht auch in der neuen Woche vor – Gute Konjunktur-Stimmung aus China treibt den Kurs – Deutsche Bank weiter im Sog der Vergangenheit

Der Dax hat zum Wochenbeginn von überraschend robusten Konjunkturdaten aus China profitiert. Der Leitindex legte bis gut eine Stunde nach Handelsbeginn um 0,7 Prozent auf 13.330 Punkte zu. Damit ist er nur noch knapp von seinem jüngst erzielten Jahreshoch bei 13.374 Punkten entfernt. Der MDax für mittelgroße Werte stieg um 0,43 Prozent auf 27.580,84 Punkte. Damit nähert er sich seinem jüngsten Rekordhoch von rund 27.637 Punkten an. Der EuroStoxx 50 gewann 0,70 Prozent dazu.

Starke Vorgaben aus China

„Die chinesischen Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe senden ein starkes Lebenszeichen“, sagte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Ob sie am Ende jedoch auch in ein höheres Wachstum mündeten, müsse abgewartet werden. Die Vorgaben von den asiatischen Börsen sind positiv. Auch von der Wall Street kommen zum Wochenstart mehr Impulse, nachdem am Brückentag Ende der vergangenen Woche nur verkürzt gehandelt worden war. Nach dem „Black Friday“ ist nun „Cyber Monday“ – ein erneut wichtiger Tag für den Einzelhandel mit Preisnachlässen im Online-Geschäft.

Ein Dämpfer gab es jedoch wieder im Handelsstreit: Die Gespräche über ein Handelsabkommen zwischen China und den USA sind einem Medienbericht zufolge aufgrund der jüngst erlassenen „Hongkong-Gesetze“ in den USA ins Stocken geraten. Dies berichtet die Nachrichtenseite „Axios“ unter Berufung auf einen Insider aus den Reihen der amerikanischen Unterhändler. Der chinesische Präsident Xi Jingping benötige außerdem mehr Zeit, um nach dem Erlass der Gesetze in der Innenpolitik des Landes wieder Ruhe einkehren zu lassen, gab der Bericht unter Berufung auf den Insider an.

Chinas Außenministerium erklärte vergangene Woche, dass das am Mittwoch von Trump unterzeichnete Gesetz zur Unterstützung von Demonstranten in Hongkong eine ernsthafte Einmischung in die chinesischen Angelegenheiten sei und drohte mit nicht näher bezeichneten Konsequenzen. Das harte Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten und die Reaktion der USA verschärfen zunehmend die Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt.

Neue SPD-Führung bisher kein Schrecken für die Börse

Unsicherheiten, die im Zusammenhang mit der Wahl des neuen SPD-Führungsduos vom Wochenende befürchtet worden waren, machten sich am Markt zunächst nicht bemerkbar. Mit Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans droht der großen Koalition die Zerreißprobe. Schon bis zum Parteitag Ende der Woche in Berlin wollen die beiden GroKo-Kritiker mit der Parteiführung festlegen, zu welchen Bedingungen die SPD dem Bündnis treu bleiben will. CDU und CSU schlossen ein Nachverhandeln des Koalitionsvertrags aus und machten deutlich, dass sie die Regierung fortsetzen wollen.

Zudem steht die neue EZB-Chefin Christine Lagarde erstmals Abgeordneten des Europäischen Parlaments Rede und Antwort. Experten gehen davon aus, dass sie den künftigen geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) umreißen wird.

Adidas und Puma im Fokus der Anleger

Unternehmensseitig waren unter anderem die Aktien von Adidas gefragt, nachdem das Analysehaus Jefferies ein insgesamt positives Bild für die Sportartikelbranche gezeichnet hatte. Die Experten nahmen die Papiere mit „Hold“ und einem Kursziel von 292 Euro in ihre Bewertung auf, womit sie den Titeln immer noch ein leichtes Wachstum unterhalb ihres jüngsten Rekordhochs zutrauen. Die Aktie gewann am Montag an der Dax-Spitze 1,45 Prozent. Puma-Titel waren nach einer Kaufempfehlung des US-Analysehauses Jefferies ebenfalls gefragt und gewannen 1,39 Prozent.

Lufthansa profitiert von Interesse seitens Qatar Airways

Größter Favorit war die Deutsche Lufthansa, nachdem der Chef der staatlichen katarischen Fluggesellschaft Qatar Airways, Akbar Al-Baker, am Wochenende Interesse an einer Beteiligung zum Ausdruck gebracht hatte. „Wenn es eine Möglichkeit gibt, in Lufthansa zu investieren, dann würden wir das gern machen“, hatte der Manager am Sonntag am Rande eines Besuchs von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in Doha gesagt. Die Lufthansa-Papiere gewannen zuletzt 1,77 Prozent dazu.

Deutsche Bank weiter im Sog der eigenen Probleme

Die Papiere der Deutschen Bank fanden nach Medienberichten über eine Ausweitung der Untersuchungen durch die US-Regierung bis zuletzt keine klare Richtung. Das Geldhaus wird verdächtigt, bei der Danske Bank Beihilfe zur Geldwäsche geleistet zu haben. Die Deutsche Bank war diesbezüglich bereits früher ins Visier von Frankfurter Ermittlern geraten. Die Bank dementierte die angebliche Ausweitung der Untersuchung allerdings. Die Papiere standen zuletzt mit 0,40 Prozent im Plus.

RWE muss Federn lassen

Mit 2,34 Prozent rutschten die Titel von RWE deutlich ins Minus, was Beobachter auf die befürchteten Unsicherheiten aus der Vorsitzendenwahl der SPD zurückführten. Mit Esken und Walter-Borjans drifte die Regierung nun wieder nach links und werde gleichzeitig grüner, schrieb Kepler-Analyst Ingo Becker in einer ersten Reaktion am Montag. Damit würden auch die Erwartungen an die Kompensationszahlungen für den Austritt aus der Kohleverstromung kleiner werden.

Die Versorger-Branche verbuchte denn auch insgesamt europaweit die größten Verluste. Demgegenüber ging es für die Rohstofferzeuger deutlich bergauf – Heidelbergcement gewannen etwa 2,12 Prozent dazu.

ProsiebenSat.1 - Gespräche mit Mediaset

Im MDax gewannen die Aktien von ProsiebenSat.1 deutlich um 2,39 Prozent dazu. Der Medienkonzern und sein Branchenkollege Mediaset werden über den kürzlichen Einstieg der Italiener bei den Münchnern reden. „Wir treffen uns an diesem Montag und besprechen, wie Mediaset sich das Engagement insgesamt vorstellt“, sagte Vorstandschef Max Conze der „Süddeutsche Zeitung“ (Montagausgabe). Mediaset hatte zuletzt in zwei Schritten gut 15 Prozent der ProSiebenSat.1-Aktien erworben. Conze sagte weiter, ihn würde es nicht überraschen, wenn Mediaset den Anteil noch weiter aufstocken würde. Gleichzeitig rechnet er damit, dass auch andere Investoren einsteigen könnten.

(onvista/dpa-AFX/reuters)

Titelfoto: H-AB Photography / shutterstock.com

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