DIW - Zweite Corona-Welle würgt Aufschwung in Deutschland ab

Reuters

Berlin (Reuters) - Die zweite Corona-Welle droht dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge die Erholung der Konjunktur abzuwürgen.

"Der Aufschwung wird sehr wahrscheinlich deutlich ausgebremst werden", sagte DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen am Mittwoch. "Es drohen wieder schärfere Einschränkungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens – das Pandemiegeschehen nimmt Verbraucherinnen, Verbrauchern und Unternehmen die Zuversicht." Und das in einer Zeit, in der viele Firmen noch mit den Folgen des Lockdowns vom Frühjahr kämpften und kaum noch finanzielle Reserven hätten.

Stand jetzt werde die Wirtschaftsleistung zum Jahresende nur leicht steigen, der kräftige Aufholprozess aus dem Sommer dürfte sich nicht fortsetzen. Die Wirtschaft war wegen des ersten Lockdowns im Frühjahr mit 9,7 Prozent so stark eingebrochen wie noch nie. Für das zurückliegende Sommerquartal gehen von Reuters befragte Ökonomen von einem Wachstum von 7,3 Prozent aus. Das Statistische Bundesamt will eine erste Schätzung dazu an diesem Freitag veröffentlichen.

Das DIW-Konjunkturbarometer für das letzte Quartal fiel von 122 auf 105 Punkte. "Das Wirtschaftsgeschehen wird wohl stellenweise wieder lahmgelegt werden – wenn auch nicht in dem Maße wie im Frühjahr", warnte Michelsen. Das Risiko, dass die Produktion – abhängig vom konkreten Infektionsverlauf – wieder deutlich zurückgefahren werde, sei in den vergangenen Wochen merklich gestiegen.

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