dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 25.10.2021 - 17.00 Uhr

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ROUNDUP: Ifo-Geschäftsklima fällt 4. Mal in Folge - Ökonom: 'Knappheitskrise'

MÜNCHEN - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Oktober angesichts anhaltender Probleme im globalen Handel erneut verschlechtert. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer, fiel gegenüber dem Vormonat um 1,2 Punkte auf 97,7 Zähler, wie das Ifo-Institut am Montag in München mitteilte. Es ist der vierte Rückgang in Folge. Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas moderateren Rückgang auf 98,0 Punkte gerechnet.

GESAMT-ROUNDUP/Deutschland: Engpässe trüben Stimmung - Weniger Wachstum

FRANKFURT/MÜNCHEN - Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Corona-Tief gerät ins Stocken. Zwar sind die Auftragsbücher vieler Unternehmen prall gefüllt, doch Lieferengpässe und Rohstoffknappheit bremsen die Produktion der Exportnation Deutschland. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft verschlechterte sich im Oktober zum vierten Mal in Folge: Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer, fiel zum Vormonat um 1,2 Punkte auf nun 97,7 Zähler, wie das Ifo-Institut am Montag in München mitteilte.

Industrieländer werden Klima-Finanzierungsziel erst 2023 erreichen

BERLIN/LONDON - Die Industrienationen werden ihr selbst gestecktes Ziel zur Unterstützung ärmerer Länder im Kampf gegen den Klimawandel nach eigenen Angaben erst im Jahr 2023 erreichen. Das Ziel sieht von 2020 bis 2025 pro Jahr 100 Milliarden US-Dollar (86 Mrd Euro) vor, die von reichen an ärmere Länder fließen sollen. "Wir werden noch nicht 2022 an diesem Ziel sein. Aber 2023 werden wir dieses Ziel erreichen oder sogar übersteigen", sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth am Montag in einer Online-Pressekonferenz.

ROUNDUP/Morawiecki warnt: EU soll keinen 'Dritten Weltkrieg' beginnen

WARSCHAU - Im Streit um die Rechtsstaatlichkeit hat Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki die EU davor gewarnt, versprochene Gelder für sein Land zurückzuhalten, und dabei von einem "Dritten Weltkrieg" gesprochen. "Wenn sie den Dritten Weltkrieg beginnen, werden wir unsere Rechte mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen", sagte Morawiecki der britischen Zeitung "Financial Times" (Montag). Er schloss auch nicht aus, dass Warschau wichtige EU-Vorhaben wie das Klima-Paket blockieren könnte.

'HB': Schutzschirm ESM will höheren Schuldenstand erlauben

DÜSSELDORF - Der Euro-Schutzschirm ESM hat laut einem Pressebericht einen Reformvorschlag für den europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt gemacht. "Die ESM-Ökonomen wollen die Grenze für den gesamtstaatlichen Schuldenstand von den heute maximal erlaubten 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 100 Prozent anheben", schreibt das "Handelsblatt" (Montag). Das maximal zulässige jährliche Haushaltsdefizit soll unverändert bei drei Prozent bleiben. Der Reformvorschlag liege der Zeitung exklusiv vor.

Deutschland: Aufträge an Bauhauptgewerbe ziehen weiter an

WIESBADEN - Das deutsche Bauhauptgewerbe konnte sich im August über weiter steigende Aufträge freuen. Die Order lagen wertmäßig 18,9 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Bereinigt um Kalendereffekte und die starken Preissteigerungen blieb immer noch ein Plus von 5,7 Prozent. Im Vergleich zum Juli 2021 kletterten die Aufträge um 7,3 Prozent, wenn auch hier kalendarische und saisonale Effekte sowie die Preisentwicklung herausgerechnet werden.

Corona-Ausbruch in China: Zehntausende dürfen nicht aus dem Haus

PEKING - China stemmt sich mit strengen Maßnahmen gegen eine neue Welle von Corona-Infektionen. Behörden ordneten am Montag den Lockdown des nordchinesischen Landkreises Ejin an, der sich im Grenzgebiet zur Mongolei befindet. Zehntausende Menschen wurden aufgefordert, ihre Wohnungen nicht mehr zu verlassen. Aus Ejin stammen rund ein Drittel der etwa 150 Infektionen, die seit der vergangenen Woche in China registriert wurden.

Bundesbank-Umfrage: Noch viel Skepsis gegenüber möglichem digitalem Euro

FRANKFURT - Vier von zehn Deutschen können sich einer Bundesbank-Umfrage zufolge grundsätzlich vorstellen, künftig einen digitalen Euro zu nutzen. Allerdings gibt es auch noch viel Skepsis gegenüber dem von den Euro-Zentralbanken vorangetriebenen Projekt, wie aus der am Montag veröffentlichten Erhebung hervorgeht.

Belgien: Geschäftsklima stagniert

BRÜSSEL - Die Stimmung der belgischen Unternehmen hat im Oktober stagniert. Das Geschäftsklima verharrte bei 4,0 Punkten, wie die belgische Notenbank (BNB) am Montag in Brüssel mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 2,2 Punkte gerechnet.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

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08.12.2021, 20:07, außerbörslich

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