Druck auf Altmaier - Wirtschaftsprüfer-Selbstkontrolle soll auf Prüfstand

Reuters

Berlin (Reuters) - Die Selbstkontrolle der Wirtschaftsprüfer soll als Konsequenz aus dem Wirecard-Bilanzskandal auf den Prüfstand.

Das kündigte Sarah Ryglewski, Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tä­rin im Bundesfinanzministerium, am Mittwoch nach Angaben eines Teilnehmers im Finanzausschuss des Bundestages an. Die sogenannte Abschlussprüferaufsichtsstelle (Apas) ist beim Wirtschaftsministerium angesiedelt. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sagte zuletzt aber, bei der Kontrolle von EY, KPMG & Co agiere diese unabhängig von Weisungen der Ministerien.

In der Wirecard-Bilanz fehlen 1,9 Milliarden Euro, weswegen der Zahlunsabwickler Insolvenz anmelden musste. Finanzminister Olaf Scholz hat bereits eine Reform der Aufsichtsstrukturen angekündigt. Details stehen allerdings noch aus.

Kritiker bemängeln, dass der langjährige Wirecard-Prüfer EY über Jahre die Bilanzen des Dax-Konzerns testiert und erst zuletzt auf Ungereimtheiten hingewiesen hat. Hier sei der zuständige Wirtschaftsminister Peter Altmaier gefragt, sagte die SPD-Finanzpolitikerin Cansel Kiziltepe der Nachrichtenagentur Reuters. "Herr Altmaier muss uns erklären, wer für den Schaden durch die Wirtschaftsprüfer haftet." Die Wirtschaft dürfe sich nicht selbst kontrollieren. Das müsse der Staat übernehmen.

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