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Ein Zollkrieg mit den USA? – Deutschland hätte laut einer Studie der IMK kaum eine Chance

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Ein Zollkrieg mit den USA? – Deutschland hätte laut einer Studie der IMK kaum eine Chance

Deutschland hätte einem von den USA angezettelten Handelskrieg mit Autozöllen einer Studie zufolge wenig entgegenzusetzen. Sollte aus Rücksicht auf das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts auf ein Konjunkturpaket vollständig verzichtet werden, „würden die Verluste in Deutschland spürbar höher ausfallen als in den USA“, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). „Die USA hätten die Möglichkeit, den Schaden aus dem Konflikt im eigenen Land zu begrenzen, während der Handelskonflikt in der EU voll durchschlägt“, lautet das Fazit. Um das zu verhindern, schlagen die Forscher eine Lockerung der EU-Fiskalregeln und der Schuldenbremse vor – etwa indem eine Kreditfinanzierung von zusätzlichen Investitionen über die bisherigen Möglichkeiten der Schuldenregeln hinaus erlaubt wird.

US-Regierung könnte im Zweifel die Staatsausgaben massiv erhöhen

US-Präsident Donald Trump will im Laufe des Monats entscheiden, ob er die Zölle auf Autoimporte aus Europa erhöhen will. Sollte er das tun und sich die Streitigkeiten mit den USA in der Folge deutlich zuspitzen, drohten Deutschland jährliche Wachstumsverluste von bis zu 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und eine Rezession, prognostiziert das IMK. Die US-Regierung werde mit hoher Wahrscheinlichkeit die Staatsausgaben deutlich erhöhen, um die eigenen Wachstumsverluste von bis zu 0,9 Prozent im Jahresschnitt zu mildern.

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Trump hat in der Vergangenheit mehrfach mit Schutzzöllen auf Autoimporte aus Europa von bis zu 25 Prozent gedroht. Laut US-Präsidialamt sieht er einige Autoimporte als potenzielle Bedrohung für die USA. Washington will früheren Angaben zufolge am 14. November entscheiden, ob die Abgaben erhöht werden. Handelsminister Wilbur Ross deutete zuletzt US-Medien zufolge aber an, Abstand von den Strafzöllen zu nehmen.

An anderer Stelle ist die Zoll-Front bereits eröffnet

Anfang Oktober hatte die Welthandelsorganisation (WTO) der US-Regierung bereits das Recht eingeräumt, Milliardenbeträge für Importe europäischer Güter zu erheben, die nach eigener Aussage den Flugzeugherstellern Airbus von den europäischen Regierungen Deutschlands, Frankreichs, Spaniens und des Vereinigten Königreichs als illegale Subventionen gewährt wurden. Die EU wiederum hat einen eigenen Fall vor der WTO, in dem sie argumentiert, dass der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing ungerechte finanzielle Unterstützung von der US-Bundesregierung erhält.

Seit dem 18. Oktober wird bei der Einfuhr von Flugzeugen eine zusätzliche Abgabe von zehn Prozent erhoben. Auf eine Reihe anderer EU-Waren insbesondere aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien kommen Importaufschläge von 25 Prozent zu. Die eigentlich exportstarke deutsche Wirtschaft leidet seit einiger Zeit bereits stark unter den Strafzöllen, sowohl direkt, als auch indirekt durch die negativen Effekte der Zölle im Streit zwischen den USA und China. Am Mittwoch hatten die „Wirtschaftsweisen“ in diesem Jahr nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 0,5 Prozent prognostiziert - und von 0,9 Prozent im kommenden Jahr. Die Prognose liegt damit in etwa auf Höhe der Bundesregierung, die für 2020 mit einem Plus von 1,0 Prozent rechnet. Die schwache wirtschaftliche Dynamik werde sich voraussichtlich mindestens bis in das kommende Jahr ziehen, heißt es im Jahresgutachten des Sachverständigenrats.

Hoffnungen im großen Handelsstreit treiben die Aktienmärkte an

Im US-chinesischen Handelskonflikt gibt es derzeit aber wieder mehr Grund zur Hoffnung. Wie das chinesische Handelsministerium am Donnerstag mitgeteilt hat, haben beide Seiten vereinbart, die bestehenden Handelszölle zwischen den beiden Nationen schrittweise zu senken. Der Sprecher des Ministeriums sagte, dass beide Seiten nach konstruktiven Verhandlungen in den letzten zwei Wochen einem so genannten Phase-1-Handelsabkommen näher gekommen seien. Eine wichtige Bedingung für ein begrenztes Handelsabkommen sei, dass die USA und China gleichzeitig den gleichen Betrag an Gebühren abziehen müssten. An den Aktienmärkten hat das für Euphorie gesorgt, neue Höchststände an den US-Märkten gebracht und den Dax über die Marke von 13.000 Punkten gehoben.

Laut einem Bericht von Reuters am Mittwoch besteht jedoch auch noch die Möglichkeit, dass das Treffen zur Unterzeichnung des Phase 1 Deals zwischen Xi Jinping und Trump auf Dezember verschoben werden könnte.

Finanz-Schwergewichte bleiben trotz Aktienrallye pessimistisch - Ray Dalio befürchtet „beängstigende Situation“, Ex-US-Finanzminister Summers macht sich beim Handelsstreit keine Illusionen

onvista-Redaktion/reuters

Titelfoto: FreshStock / shutterstock.com

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