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ETF oder Aktivfonds: Warum die bessere Alternative nicht immer sofort ersichtlich ist

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ETF oder Aktivfonds: Warum die bessere Alternative nicht immer sofort ersichtlich ist

ETF oder Aktivfonds? Für viele scheint diese Fragestellung eine relativ klare Sache zu sein. Immerhin gelten ETF als gebührenarmer, breit gestreuter Mix, mit dem man an der Entwicklung eines Marktes mit partizipieren kann. Richtig?Im Grunde schon, aber ganz so einfach ist die Beantwortung dieser Frage dann leider doch nicht. Denn unter gewissen Umständen könnten auch Aktivfonds eine bessere Wahl sein. Wann letzteres der Fall, und weshalb man sich dennoch nicht vom Investieren in ETFs abhalten lassen sollte, erfährst du, wenn du weiter liest.

Manchmal wären Aktivfonds die bessere Wahl

Vom Grundprinzip her ist es eigentlich ganz einfach zu entscheiden, wann ein Aktivfond eine bessere Investitionsgelegenheit wäre als ein passiver ETF. Nämlich dann, wenn das gemanagte Pendant im Vergleich zum passiven Fonds eine bessere Rendite nach Gebühren abwirft. Klingt eigentlich ziemlich logisch, oder?

In der Theorie laufen jedoch viele Aktivfonds ihren Vergleichsindizes zumeist hinterher, was nochmal umso bitterer ist, wenn diese für ihren Service auch noch horrende Gebühren verlangen. Auch wir Fools weisen hin und wieder auf diesen Missstand hin.

Nun ist es jedoch so, dass mir gerade erst ein durchaus interessanter Artikel über den Weg gelaufen ist, laut dem in manchen Marktregionen Aktivfonds durchaus häufig den Vergleichsindex schlagen sollen. Als prominentestes Beispiel wurde hierfür sogar der DAX angeführt, was mich zunächst einmal in Erstaunen versetzt hat.

Hier beißt sich die Katze jedoch in den Schwanz

Sollte man daher nun vor allem beim DAX besser auf Aktivfonds setzen, weil hier eine höhere Rendite lauert? Naja, ganz so einfach ist es auch an dieser Stelle nicht. Denn, wie auch der Autor dieses Artikels zu Protokoll gab, müssen vergangene Performances kein zwingender Indikator für die zukünftige Entwicklung eines Fonds sein.

Die logischen Fragen, die sich daher an dieser Stelle anschließen, sind: Welche Fonds werden auch in Zukunft marktschlagende Renditen einfahren? Beziehungsweise wer kann einem sagen, dass ein Fonds, der in der Vergangenheit den DAX outperformt hat, dies auch in Zukunft tun wird?

Um das herauszufinden, könnte man sich natürlich die Zusammensetzung des Fonds etwas genauer anschauen. Bei der Fokussierung auf aussichtsreiche Einzelpositionen könnten natürlich auch in Zukunft wieder marktschlagende Renditen herausspringen. Doch auch an dieser Stelle die Frage: Was genau sind aussichtsreiche Einzelaktien? Und wenn ich mich schon auf die Suche nach diesen begebe, wieso sollte ich dann noch einen Fondsmanager dafür bezahlen, dass er in diese investiert?

Fragen über Fragen. Aber ich denke, du dürftest jetzt ein gutes Verständnis für das zugrundeliegende Problem haben. Bleibt dann letztlich noch die Frage, wie man als smarter Investor nun handeln sollte.

Ein ETF ist zwar nicht zwingend die beste Alternative…

…, aber schon ein ziemlich guter und vor allem zeitsparender Weg, um breit gestreut an der Entwicklung eines Marktes zu partizipieren. Natürlich mag es ausgewählte Aktivfonds geben, die die Renditen eines ETF in den Schatten stellen können, keine Frage. Diese zu identifizieren dürfte jedoch mit reichlich Aufwand verbunden sein.

Wer sich diesem Aufwand stellen möchte, kann dies natürlich gerne tun. Wenn man sich jedoch schon in die vertiefte Analyse einzelner Aktien begibt, um die Fondsstruktur näher zu beleuchten, kann man sich jedoch auch gleich das kleine bisschen zusätzliche Mühe machen, selbst ein eigenes Aktienportfolio zusammenzustellen.

Das spart dann zumindest die Fondsgebühren und könnte sogar zu noch besseren Anlageergebnissen führen als das Investieren in einen ETF oder sogar in die besten Aktivfonds.

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Foto: welcomia / Shutterstock.com

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