EU-Aufsicht für schärfere Regeln zur Verhinderung von weiteren Bilanzskandalen

Reuters

London (Reuters) - Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA fordert schärfere Regeln, um einen weiteren milliardenschweren Bilanzskandal zu verhindern.

Aus dem Zusammenbruch des deutschen Zahlungsabwicklers Wirecard müssten Lehren gezogen werden, um Investoren zu schützen und Vertrauen an den Kapitalmärkten sicherzustellen, schrieb ESMA-Chef Steven Maijoor in einem Brief an die EU-Kommissarin für Finanzdienstleistungen, Mairead McGuinness, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Wirecard war Ende Juni zusammengebrochen, nachdem sich 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz als nicht existent entpuppten. Laut Staatsanwaltschaft sollen die Manager die Bilanz mit Luftbuchungen in Asien aufgebläht und damit Verluste im Kerngeschäft kaschiert haben. Allein Banken und Investoren seien um mehr als drei Milliarden Euro geprellt worden.

Im November hatte die ESMA der deutschen Finanzaufsicht BaFin im Wirecard-Skandal Versäumnisse und fehlende Unabhängigkeit vom Finanzministerium vorgeworfen. Zudem kritisierte die ESMA das deutsche System der Bilanzkontrolle.

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