Europäischer Baustoffsektor: HeidelbergCement, Saint-Gobaint und LafargeHolcim treiben heute mit guten Nachrichten die ganze Branche an

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Europäischer Baustoffsektor: HeidelbergCement, Saint-Gobaint und LafargeHolcim treiben heute mit guten Nachrichten die ganze Branche an

Im heutigen Handel setzen vor allem zwei Werte starke Impulse für den europäischen Baustoffsektor und treiben die ganze Branche mit nach oben. Ein starkes Geschäft bei Saint-Gobaint und eine Kaufempfehlung bei HeidelbergCement sorgen für ordentliche Kurszuwächse. Fantasie bringt zudem eine Übernahme: So kauft LafargeHolcim die Division Firestone Building Products von Bridgestone Americas in einer Transaktion, die das Unternehmen mit 3,4 Milliarden US-Dollar bewertet. Der Baustoffsektor war denn auch mit plus 1,8 Prozent der beste der Stoxx-600-Branchenübersicht.

Das Umfeld ist derzeit vorteilhaft für den Sektor. Zu tun hat das auch mit den neuen politischen Verhältnissen in den USA, wo die Demokraten unter dem gewählten Präsidenten Joe Biden nun auch die Senatsmehrheit gewonnen haben. Baustoffunternehmen mit Geschäftstätigkeit in den Vereinigten Staaten spielt dies in die Karten.

Biden kann nun seine politische Agenda, die noch umfangreichere Konjunkturhilfen vorsehen dürfte, mit hohen Investitionen in die Infrastruktur leichter durchsetzen und erst einmal durchregieren. Die steigenden Ausgaben für die Infrastruktur dürften die in den USA stark engagierten Baustoffkonzerne wie HeidelbergCement freuen, hatten Händler schon am Vortag vermutet, als die Papiere der Heidelberger um mehr als vier Prozent zugelegt hatten.

HeidelbergCement profitiert von SocGen-Kaufempfehlung

Eine frische Kaufempfehlung der französischen Großbank Societe Generale (SocGen) gab den Titeln von HeidelbergCement nun nochmals Schub mit einem Plus von zuletzt abermals viereinhalb Prozent. Damit stieg die Aktie auf ein Hoch seit Ende 2019. SocGen-Analyst Xavier Marchand erhöhte zudem sein Kursziel von 59 auf 75 Euro, womit er gemessen am aktuellen Kurs noch etwa zehn Prozent Luft nach oben sieht. Auch Marchand stellte auf die Chancen in der US-Infrastruktur ab. Rund 20 Prozent des Unternehmenswertes des deutschen Baustoffkonzerns sei gerade aus diesem Bereich abzuleiten. Im Dax waren HeidelbergCement am Vormittag der stärkste Wert.

Saint-Gobaint punktet mit Quartalszahlen

Noch besser als HeidelbergCement waren im Baustoffsektor am Donnerstag die Papiere des französischen Saint-Gobaint-Konzerns. Hier honorierten die Anleger ein offensichtlich überraschend stark gelaufenes Schlussquartal 2020 mit einem Kursaufschlag von annähernd sieben Prozent. Das Management nannte als Gründe eine positive Dynamik in den meisten relevanten Märkten, aber auch die Auswirkungen von Kosteneinsparungen und Portfolio-Optimierung.

Der Zwischenbericht sei überraschend stark ausgefallen, schrieb Analyst Eric Lemarie vom Investmenthaus Bryan Garnier. Die hohe Profitabilität der Franzosen im zweiten Halbjahr sei überzeugend. Der Experte strich daher sein neutrales Votum zugunsten einer „Buy“-Einstufung.

Mit dem aktuellen Kursgewinn stiegen die Saint-Gobain-Papiere auf ein Hoch seit Juni 2018 und eroberten im Pariser Leitindex Cac 40 die Spitze.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: yuttana Contributor Studio / Shutterstock.com

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