Frankreich fordert von Türkei mehr als nur gute Worte

Reuters

Paris (Reuters) - Die französische Regierung sieht Fortschritte im Verhältnis zur Türkei, fordert aber konkrete Taten.

"Es gibt keine Beleidigungen mehr und die Sprache ist beschwichtigender", sagte Außenminister Jean-Yves Le Drian am späten Dienstag bei einer Parlamentsanhörung. Die Beziehungen blieben jedoch fragil, da die "Liste der Meinungsverschiedenheiten" lang sei. "Taten sind nötig. Und wir werden in der Lage sein, uns zu positionieren, wenn diese Taten ausgeführt werden. Im Moment sind es nur verbale Taten."

Die beiden Nato-Partner sind wiederholt aneinandergeraten, etwa wegen der Rolle der Türkei in Syrien. Le Drian verwies auf Libyen, den Irak und den Konflikt um Bergkarabach. Als positives Signal wertete er etwa, dass die Regierung in Ankara Interesse an Gesprächen mit Griechenland über Hoheitsrechte im Mittelmeer zeige. Frankreich wolle eine "gesunde Beziehung" zur Türkei, sagte Le Drian.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte nach einem Videotelefonat mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron am Dienstag erklären lassen, die Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten habe "sehr ernsthaftes Potenzial". Zuvor stellte er einen "Aktionsplan" zur Stärkung der Menschenrechte in der Türkei vor. Kritiker werfen Erdogan einen zunehmend autoritären Führungsstil vor und beklagen eine Einschränkung von Grundrechten in der Türkei.

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