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Gold für alle Fälle

Der onvista-Börsenfuchs
Gold für alle Fälle

Hallo allerseits! Bin ich auf meine alten Tage vielleicht zu sensibel geworden? Mich stimmt jedenfalls nachdenklich, dass die Märkte bisher kaum auf die weltpolitischen Alarmsignale reagiert haben. Ihr kennt ja meine Neigung, die Politik als unberechenbare Einflussgröße für die Börsen zu gewichten - gemeint sind nicht etwa einzelne Ereignisse wie z. B. Wahlen, sondern längerfristige Entwicklungen, die nicht nur Regierende und Militärs berühren. Syrien, Nordkorea und die Ost-West-Beziehungen können zu einem schweren Belastungsfaktor auch für Wirtschaft und Börsen werden. Kommt es so weit, könnten Angstkäufe den Goldpreis ein ganzes Stück weiter nach oben treiben. Aber noch nix passiert. Bisschen mehr Tageszuckungen, VDax leicht steigend - das war’s bisher.

Auf der „Invest“ in Stuttgart war man ebenfalls ziemlich gelassen. Jedenfalls meine Gesprächspartner. Doch, man hat schon die politischen Risiken auf dem Zettel, ist aber eigentlich voll cool. Die meisten Anleger sorgen sich eher über die Kurshöhen: Kann man jetzt noch kaufen? Das war die meistgestellte Frage gefolgt von: Was kann man jetzt noch kaufen?

Überhaupt standen Aktien auf der „Invest“ im Mittelpunkt der Diskussionen. Laut einer repräsentativen Besucherumfrage der Messe Stuttgart interessierten sich 51 Prozent (2016: 53%) für Anlagestrategien, 42 Prozent (37%) für Vermögensaufbau und 34 Prozent (32%) für Möglichkeiten der Altersvorsorge. Bei den Top-Anlageformen wurden deutliche Zuwächse verzeichnet, insbesondere bei den Aktien mit 77 Prozent (74%), Fonds/ETFs 39 Prozent (35%) und Rohstoffe mit 28 Prozent (23%). Ordentlich zugelegt hat auch der Bereich „Grünes Geld“: 13 Prozent (9%) der Befragten gaben an, alternative, nachhaltige Anlagemöglichkeiten in Betracht zu ziehen.

Dabei haben die privaten Anleger ganz schöne Performanceerwartungen: Knapp die Hälfte der Befragten strebt eine Rendite von über 7 Prozent pro Jahr an. Rund ein Viertel geht von einer Rendite zwischen 5 und 7 Prozent aus und weniger als zehn Prozent erwarten nur eine jährliche Rendite von bis zu 3 Prozent. Entsprechend ist die Risikobereitschaft der meisten befragten Anleger hoch: Die Hälfte der Befragten stuft sich als risikobereit ein, ein knappes Drittel sogar als spekulativ.

Trotzdem: Auch wenn die Börsen bisher noch nicht in die Knie gegangen sind - die Politik bleibt in meinen Augen ein Faktor vergleichbar mit dem vielzitierten Damoklesschwert. Ganz abgesehen davon darf niemand erstaunt sein, wenn es über kurz oder lang zu einer Konsolidierungsphase mit deutlichen Kursrückgängen kommen sollte. Diverse Sentiment-Indikatoren haben das (Ihr erinnert Euch!) haben das längst signalisiert. Ich würde deshalb Aktiengewinne realisieren, wenigstens teilweise und ziemlich hohe Liquidität fahren. Und Gold! Wer noch keinen nennenswerten Anteil edlen Metalls hat, sollte einen Bestand an physischem Gold aufbauen - kleine Münzen und Barren allseits bekannter Emittenten.

Gerade krieg ich die aktualisierte Analyse eines namhaften Fondsmanagers auf den Schirm. Die Zusammenfassung: Wir bleiben bei unserer Aktienmarkteinschätzung, dass es aufgrund von Enttäuschungen hinsichtlich der US-Politik zu Korrekturen beiderseits des Atlantiks kommt. Vielfach liegen wichtige Kennzahlen deutlich über den langjährigen Durchschnittswerten. Wir empfehlen nicht zu enge „Stopp-Loss-Marken“ zu setzen und diese nach oben nachzuziehen. Mutig sein heißt auch mal Gewinne mitzunehmen! Jo.

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.
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