Grüne-Fraktion fordert Ausnahmen bei Gutschein-Lösung

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Die Grünen im Bundestag fordern Ausnahmen für die von der Bundesregierung geplante Gutschein-Lösung bei abgesagten Konzerten, Fußballspielen und anderen Veranstaltungen. Bürger in Kurzarbeit und Arbeitslose, Studenten, Schüler und Azubis müssten automatisch das Geld für ihre Tickets zurückbekommen, beschloss die Fraktion am Dienstag. Bei diesen Gruppen sollte die Unzumutbarkeit der Gutschein-Lösung automatisch anerkannt werden. Die große Koalition will Veranstaltern erlauben, für wegen der Corona-Pandemie abgesagte Veranstaltungen Gutscheine auszugeben, statt die Kosten zu erstatten.

"Auch viele Verbraucherinnen und Verbraucher leiden in der Corona-Krise unter massiven Verdienstausfällen", sagte die Grünen-Verbraucherpolitikerin Tabea Rößner der Deutschen Presse-Agentur. Eine verpflichtende Gutscheinlösung gehe einseitig zu ihren Lasten. "Das darf nicht sein."

Die Fraktion will daher im Idealfall, dass die Annahme der Gutscheine freiwillig bleibt. Zumindest aber müssten feste Ausnahmen in die geplante Härtefallklausel aufgenommen werden. Bisher ist geplant, dass Verbraucher selbst nachweisen müssen, dass ein Gutschein für sie unzumutbar ist. Die Grünen fordern stattdessen, dass die Veranstalter darlegen müssen, warum sie die Kosten nicht direkt erstatten können./tam/DP/jha

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