Henkel: Verhaltener Ausblick kommt überhaupt nicht gut an – Aktie kommt charttechnisch unter die Räder

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Henkel stößt heute nach einem verhaltenen Wachstumsausblick am Markt auf eine Menge Enttäuschung – Der Konsumgüterkonzern und Konkurrent von Beiersdorf erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein geringeres Wachstum als 2021. Auch bei der operativen Rendite (Ebit-Marge) dürfte bereinigt um Sondereffekte im besten Fall nur eine minimale Verbesserung herauskommen.

Die Aktien sind bis zum Mittag als Schlusslicht im Dax um fast 10 Prozent auf knapp 71 Euro eingebrochen. Nach dem Erholungsversuch seit Mitte Dezember rutschen sie damit wieder unter die 50-Tage-Linie, die den mittelfristigen Trend anzeigt. Seit dem Zwischenhoch im April 2021 summieren sich die Kursverluste nun wieder auf mehr als ein Viertel.

Mittelfristig will das Henkel-Management dem Konzern mit einem Umbau wieder Schwung verleihen. So sollen die Sparten mit Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Schönheitspflege zu einem Bereich zusammengefasst werden. Dabei soll sich das Konsumentengeschäft künftig ganz auf die Kernmarken konzentrieren, hieß es. Konkrete Aussagen zu den geplanten Einsparungen sowie den Kosten für die Restrukturierung blieb Henkel zunächst aber schuldig.

Analystin Molly Wylenzek vom Investmenthaus Jefferies wertete den angestrebten Umbau in einer ersten Reaktion positiv, da das Produktportfolio nun genauer unter die Lupe genommen werde. Den vorsichtigen Ausblick für 2022 monierte sie aber.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: xalien / Shutterstock.com

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