Inflation im Euro-Raum zieht deutlich an

Reuters

Brüssel/Frankfurt (Reuters) - Die Inflation im Euro-Raum hat im Juli deutlich an Fahrt aufgenommen.

Die Verbraucherpreise stiegen binnen Jahresfrist um 2,2 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Das ist die höchste Rate seit Herbst 2018. Volkswirte hatten ein Plus von 2,0 Prozent erwartet. Im Juni hatte die Teuerung noch bei 1,9 Prozent gelegen. Vor allem die Energiepreise stehen hinter dem Anstieg der Lebenshaltungskosten in der 19-Länder-Gemeinschaft.

Die Europäische Zentralbank (EZB), die mittelfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent anstrebt, rechnet mit einem weiteren Anstieg der Preise in diesem Jahr. EZB-Vize Luis de Guindos erwartet den Höhepunkt im November mit etwa drei Prozent. Allerdings ist aus Notenbanksicht der Inflationsanstieg nicht nachhaltig. Für nächstes Jahr wird bereits wieder mit einem abnehmenden Tempo gerechnet. Dabei verweisen die Währungshüter auch auf Sondereffekte wie die vorübergehende Senkung der deutschen Mehrwertsteuer im Jahr 2020, die dann in der Rechnung nicht mehr zum Tragen komme.

Energie verteuerte sich im Juli binnen Jahresfrist um 14,1 Prozent. Im Juni waren die Energiepreise noch um 12,6 Prozent angezogen. Die Preise für Industriegüter ohne Energie nahmen im Juli um 0,7 Prozent zu, die Preise für Dienstleistungen erhöhten sich um 0,9 Prozent.

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