Institut - Arbeitslosigkeit sinkt in Österreich nach Corona-Krise nur langsam

Reuters

Wien (Reuters) - Der österreichische Arbeitsmarkt wird sich nach Ansicht des Wirtschaftsforschungsinstitutes Wifo nur sehr langsam von der Corona-Krise erholen.

Mit dem Abklingen der Pandemie werde es zu einer teilweise kräftigen wirtschaftlichen Erholung kommen, die Arbeitslosenquote dürfte aber erst 2025 wieder auf das Vorkrisenniveau zurückkehren, teilte das Institut am Freitag mit.

Um die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung zu berücksichtigen, wurden vom Institut zwei Szenarien erstellt: Im "Öffnungsszenario" gehen die Wirtschaftsforscher davon aus, dass die Einschränkungen im Lauf des Frühjahrs aufgehoben werden und keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden. Damit würde die Wirtschaft bereits im zweiten Quartal wieder in Schwung kommen, wodurch sich für 2021 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,3 Prozent und für 2022 von 4,3 Prozent ergebe. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaft um 6,6 Prozent geschrumpft.

Im "Lockdownszenario" gehen die Experten von einer erneuten vierwöchigen Schließung des Handels und der persönlichen Dienstleistungen im zweiten Quartal aus. Dadurch verzögere sich die Erholung im laufenden Jahr. Unter diesen Aspekten rechnet das Institut für 2021 mit einem BIP-Wachstum von 1,5 Prozent und 2022 von 4,7 Prozent. In den Jahren danach würden sich die Szenarien annähern, wobei zum Ende der Prognoseperiode 2025 mit einem BIP-Wachstum von 1,5 Prozent gerechnet werde.

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