Institut - Keine Anzeichen für Pleitewelle in Deutschland

Reuters

Berlin (Reuters) - Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland hat sich dem IWH-Institut zufolge im Februar trotz anhaltenden Lockdowns auf niedrigem Niveau stabilisiert.

Demnach wurden 715 Personen- und Kapitalgesellschaften als insolvent gemeldet, wie das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Donnerstag mitteilte. Das seien vier Prozent mehr als im Januar, aber 21 Prozent weniger als im Februar 2020. Die Daten basieren etwa auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte.

Auch für die kommenden Monate rechnen die Forscher nicht mit einer Pleitewelle. Die Gründe dafür seien eine Mischung aus staatlichen Hilfsmaßnahmen und der teilweisen Aussetzung der Insolvenzantragspflicht auf der einen Seite und einer abwartenden Haltung der Unternehmen auf der anderen Seite.

"Zwar ist fraglich, wie lange Unternehmen in besonders betroffenen Branchen noch durchhalten können", sagte IWH-Experte Steffen Müller. "Die dramatischen Prognosen einiger Unternehmensbefragungen sind aber bisher nicht in der Insolvenzstatistik angekommen." Auch zeigten die Frühindikatoren für die nächsten Monate keinen wesentlichen Anstieg der Insolvenzzahlen bei Personen- und Kapitalgesellschaften an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kurs zu CITIGROUP-INDIKATION DAX Index

  • 15.239,88 Pkt.
  • -0,13%
12.04.2021, 21:59, Citi Indikation
Weitere Reuters-News
alle Artikel anzeigen

Zugehörige Derivate auf DAX (165.983)

Derivate-Wissen

Sie möchten in den "DAX" investieren?

Indexzertifikate geben Ihnen die Möglichkeit an der Kursentwicklung eines Index teilzuhaben.

Erfahren Sie mehr zu Partizipations-Zertifikaten