Investmentbanking lässt Gewinne bei JP Morgan sprudeln

Reuters

New York (Reuters) - Mitten in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten sprudeln bei der US-Bank JP Morgan die Gewinne.

Dank eines florierenden Handels mit Aktien, Anleihen und Rohstoffen verdiente die größte amerikanische Bank im vierten Quartal 2020 so viel wie noch nie. Zuwächse im Investmentbanking machten Einbußen im Privatkundengeschäft wett. Bankchef Jamie Dimon zeigte sich zuversichtlich, dass das Geldhaus weitere Stürme in der Corona-Krise gut überstehen wird. Die Aktien zogen im vorbörslichen Handel an der Wall Street leicht an.

Unter dem Strich verdiente JP Morgan von Oktober bis Dezember mit 12,1 Milliarden Dollar gut 40 Prozent mehr. Dies war so viel wie noch nie in einem Quartal und deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Aufs gesamte Jahr gesehen gingen die Gewinne aber zurück. Nach einem Rekordergebnis von 36 Milliarden Dollar im Jahr 2019 verdiente JP Morgan im vergangenen Jahr 29 Milliarden Dollar. In den ersten Monaten hatten wie bei anderen Banken drastisch gestiegene Risikokosten zur Abdeckung von drohenden Kreditausfällen zu Buche geschlagen.

Da sich aber die wirtschaftlichen Aussichten besonders für die Unternehmen inzwischen verbessert hätten, löste JP Morgan im vierten Quartal knapp drei Milliarden Dollar bereits gebildete Risikovorsorge wieder auf. Ende des Jahres schlugen damit Risikokosten von 30,8 Milliarden Euro zu Buche. "Damit sehen wir uns in der Lage, der kurzfristig weiteren wirtschaftlichen Unsicherheit zu begegnen", sagte Dimon.

Die Erträge legten im vierten Quartal konzernweit um drei Prozent auf 30,2 Milliarden Dollar zu. Besonders das Investmentbanking stach hervor, in dem die Einnahmen um fast ein Fünftel in die Höhe schossen. Der Handel mit Aktien, Anleihen und Rohstoffen brummte. Dagegen gingen die Ertäge im Geschäft mit Privatkunden - nach wie vor die größte Sparte - um acht Prozent zurück.

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