Iran - Israel hat sich mit Sabotage bei Atomanlage Natans verzockt

Reuters

Dubai (Reuters) - Der Iran sieht seine Position in den internationalen Atomverhandlungen trotz der Israel vorgeworfenen Sabotage der Atomanlage Natans gestärkt.

"Israel hat sich verzockt", sagte Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Teheran. Der Erzrivale sei wohl davon ausgegangen, dass er den Iran schwäche. "Im Gegenteil, es wird uns stärken." Am Sonntag war es in der zentralen Anlage zur Urananreicherung in Natans zu einer Explosion gekommen, für die der Iran Israel verantwortlich macht. Israel wirft dem Iran Bestrebungen zum Bau von Nuklearwaffen vor und sieht dies als Bedrohung seiner Sicherheit an. Der Iran hat wiederholt erklärt, sein Atomprogramm diene friedlichen Zwecken.

Laut iranischer Atomenergiebehörde war bei dem Stromausfall keine Radioaktivität ausgetreten und niemand wurde verletzt. Am Samstag hatte der Iran mitgeteilt, neue Zentrifugen zur Urananreicherung in Natans in Betrieb genommen zu haben. Damit verstößt das Land erneut gegen das internationale Atomabkommen, das in Natans nur den Betrieb älterer Anlagen erlaubt.

Derzeit finden in Wien Gespräche zur Wiederbelebung des Atomabkommens aus dem Jahr 2015 statt. Der neue US-Präsident Joe Biden hat eine Rückkehr der USA in Aussicht gestellt. Sein Vorgänger Donald Trump hatte das Abkommen 2018 einseitig aufgekündigt und anschließend Sanktionen gegen den Iran verhängt. Der Iran weicht seither immer wieder von den Vereinbarungen ab und verlangt zur Wiedereinhaltung die Aufhebung der Strafmaßnahmen.

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