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IWF: Deutsche Bank ist weltweit risikoreichstes Institut

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Nach einer IWF-Studie trägt die Deutsche Bank durch ihre Verflechtungen mehr zum systemischen Risiko im Finanzsektor bei als jede andere Großbank.

IWF: Deutsche Bank ist weltweit risikoreichstes Institut

Die Deutsche Bank stellt nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) das größte Risiko für das internationale Finanzsystem dar - noch vor der britischen HSBC und der schweizerischen Credit Suisse. “Unter den global tätigen Banken mit systemischer Bedeutung scheint die Deutsche Bank der wichtigste Nettolieferant von Systemrisiken zu sein”, schrieben die Wissenschaftler veröffentlichten Studie.

Sorgen macht dem IWF die in Deutschland sehr enge Vernetzung von Banken und Versicherungen. Vor allem die Deutsche Bank und mit Abstrichen auch die Commerzbank könnten durch ihre enge Verflechtung negativ auf andere Unternehmen ausstrahlen und eine Kettenreaktionen auslösen. Michaela Erbenová, IWF-Verantwortlicher für den Bereich Finanzsystemstabilität, schrieb dazu: „Äußere Einflüsse können sich auf die Entwicklung in Deutschland auswirken. Und das, was im deutschen Finanzsystem passiert, kann erhebliche Auswirkungen auf der ganzen Welt haben“.

Nach Einschätzung des IWF geht vom deutschen Bankensystem im Krisenfall daher eine hohe Ansteckungsgefahr für das internationale Finanzsystem aus. Mit seinem Bankensystem trage Deutschland weltweilt das größte externe Übertragungsrisiko, gefolgt von Frankreich, Großbritannien und den USA. Die Bedeutung der Deutschen Bank zeige, wie wichtig die Kontrolle und Überwachung systemrelevanter Banken sei, so der IWF.

Schlechte Nachrichten kamen für die Deutsche Bank zudem von der US-
Notenbank: Zum zweiten Mal in Folge ist die US-Tochter des größten deutschen Geldhauses beim Stresstest der Federal Reserve durchgefallen. Die Fed begründete dies mit “qualitativen Bedenken” besonders beim Risikomanagement und bei internen Kontrollen. Die US-Währungshüter hatten das Institut schon mehrfach kritisiert und es 2015 wegen seines Risikomanagements durchfallen lassen. Nun erklärte die Notenbank, es gebe zwar Fortschritte, aber Probleme bestünden weiter.

Am Markt fielen die Papiere der Deutschen Bank am Vormittag auf ein neues Rekordtief bei 12,05 Euro. Zuletzt konnte sich die Aktie wieder etwas erholen, stand mit einem Abschlag von fast 2,5 Prozent auf 12,40 Euro aber immer noch am Dax-Ende.

OnVista/dpa-AFX
Foto: Deutsche Börse

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