Linde: Dividende rauf und neue Aktienrückkäufe ++ AstraZeneca: Behauptungen „komplett falsch“ ++ Mercado Libre: Wertvollste Unternehmen Lateinamerikas

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Linde: Dividende rauf und neue Aktienrückkäufe ++ AstraZeneca: Behauptungen „komplett falsch“ ++ Mercado Libre: Wertvollste Unternehmen Lateinamerikas

Die Infektionskrankheit Covid-19 hat die Nachfrage nach medizinischen Geräten und Zubehör im Bereich Beatmungs- und Sauerstofftherapie stark wachsen lassen. In Deutschland wurde deutlich mehr produziert und gehandelt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Danach legte der Produktionswert für die entsprechenden Apparate und Kleinteile in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 um rund 60 Prozent auf gut 900 Millionen Euro zu.

Auch im Außenhandel machte sich die gestiegene Nachfrage bemerkbar. So stiegen die Importe von Geräten und Zubehör für die Sauerstoff- und Beatmungstherapie von Januar bis November 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wertmäßig um 46,0 Prozent auf rund 567,9 Millionen Euro. Die Exporte nahmen im gleichen Zeitraum um 88,0 Prozent zu auf 979,7 Millionen Euro.

Markt für Nutzfahrzeuge bricht ein

Knock-Outs zur Airbus Group (EADS) Aktie

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Die Corona-Lockdowns in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres haben zu einem massiven Rückgang bei den Nutzfahrzeug-Neuzulassungen auf dem europäischen Automarkt geführt. Trotz guter Ergebnisse im September und November seien die Zahlen 2020 in allen Märkten der EU mit Ausnahme von Dänemark um zweistellige Prozentwerte zurückgegangen, teilte der europäische Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mit. Von den vier größten Märkten sei Spanien auf Jahressicht mit gut einem Viertel Rückgang am stärksten betroffen gewesen, gefolgt von Frankreich, Italien und Deutschland.

Insgesamt wurde im vergangenen Jahr mit 1,7 Millionen knapp ein Fünftel weniger Nutzfahrzeuge als im Jahr zuvor zugelassen. Im Dezember lag der Rückgang bei 4,2 Prozent auf 170.122 Fahrzeuge.

Dax: Weiterer Absturz vorerst abgewendet

Der deutsche Leitindex stabilisiert ein wenig nach seinem kräftigen Rückschlag zu Wochenbeginn. Das Börsenbarometer verbuchte wenige Minuten nach der Eröffnung ein Plus von 0,54 Prozent auf 13.718,07 Punkte. Am Montag war er deutlich von der 14.000-Punkte-Marke zurückgeprallt und unter die 21-Tage-Linie gerutscht. Nächste charttechnische Unterstützung ist bei etwas über 13.500 Punkten die 50-Tage-Linie.

Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Dienstag um 0,17 Prozent auf 31 445,95 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,4 Prozent vor.

Aus dem Handel hieß es, die Investoren sorgten sich derzeit etwas wegen möglicher Verzögerungen beim geplanten billionenschweren US-Konjunkturpaket, hofften andererseits aber auf gute Geschäftszahlen der großen US-Technologiekonzerne. Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank sprach von einer Unsicherheitswelle, die derzeit über die Märkte schwappe.

Linde: Dividendenerhöhung & Aktienrückkauf

Eine steigende Quartalsdividende und die Ankündigung von Aktienrückkaufen treiben heute die Papiere von Linde an. An den vergangenen Tagen hatten die Anteile des Industriegaseanbieters etwas geschwächelt, jedoch hatte die Unterstützung um die Marke von 203 Euro gehalten. Von ihrem Rekordhoch von 226,40 Euro aus dem vergangenen November sind sie aber noch etwas entfernt.

Der Gaskonzern hat ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Das Volumen liege bei bis zu fünf Milliarden US-Dollar, teilte das Unternehmen am Montagabend in Guildford mit. Dieses werde das noch bis zum 1. Februar laufende Programm über bis zu sechs Milliarden Dollar ersetzen. Zudem wird die Quartalsdividende um 10 Prozent auf 1,06 US-Dollar je Aktie angehoben, teilte das Unternehmen in Guildford mit.

Astra Zeneca: Behauptungen sind falsch

Der britische Pharmahersteller wehrt sich gegen Berichte zu einer geringen Schutzwirkung seines Corona-Impfstoffs bei Senioren. Berichte, dass das Mittel bei Menschen über 65 nur eine Wirksamkeit von 8 Prozent habe, seien „komplett falsch“, teilte ein Sprecher am Dienstagmorgen mit. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ über den geringen Schutz bei älteren Menschen berichtet und bezog sich dabei auf deutsche Koalitionskreise. Auch die „Bild“-Zeitung berichtete darüber.

Astrazeneca verwies unter anderem darauf, dass die Notfallzulassung der britischen Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) ältere Menschen mit einschließe. Auch habe ein Beratungskomitee für Impfungen den Einsatz des Impfstoffs bei Senioren unterstützt. Zudem habe eine im November im Fachblatt „Lancet“ veröffentlichte Studie gezeigt, dass der Impfstoff auch bei Senioren eine starke Immunantwort auslöse. Allerdings heißt es in einer späteren „Lancet“-Veröffentlichung auch, dass es wegen geringer Fallzahlen in der entscheidenden klinischen Studie noch wenig Daten zur Wirksamkeit bei älteren Menschen gebe.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sich nicht an Spekulationen über eine angeblich schlechtere Wirksamkeit des Impfstoffs bei über 65-Jährigen beteiligen. Er wolle warten, bis die Daten aus den Studien ausgewertet worden seien. „Ich halte wenig davon, das jetzt in Überschriften spekulativ zu machen“, sagte Spahn am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Er sagte, man werde auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse nächste Woche entscheiden, „welche Altersgruppen zuerst mit diesem Impfstoff geimpft werden“.

Ältere Menschen werden in Deutschland wie auch in Großbritannien und anderen Ländern mit Priorität geimpft, weil sie ein besonders großes Risiko für schwere Verläufe bei Covid-19 haben. Deshalb ist es wichtig, dass ein Impfstoff gerade auch Senioren gut schützt.

Es war erwartet worden, dass der Impfstoff von Astrazeneca am Freitag in der EU zugelassen wird, in Großbritannien wird er bereits in großem Stil eingesetzt. Zuletzt hatte es Streit gegeben, weil Astrazeneca vorerst weniger Impfstoff an die EU liefern will als zugesagt.

Curevac: Kapitalerhöhung angekündigt

Der Tübinger Pharmakonzern wird in einem öffentlichen Zeichnungsangebot 5.000.000 Stammaktien anbieten und verkaufen. Zudem wird Curevac den Zeichnern eine 30-Tage-Option für den Erwerb von bis zu 750.000 zusätzlichen Stammaktien zum öffentlichen Angebotspreis, abzüglich Zeichnungsrabatten und Provisionen, anbieten. Sämtliche Aktien werden von CureVac ausgegeben.

Kurz & knapp:

Mercando Libre; In der Corona-Krise hat der argentinische Onlinehändler innerhalb von einem Jahr seinen Börsenwert verdreifacht. Am Montag kam der Konzern kurzzeitig auf eine Marktkapitalisierung an der Wall Street von mehr als 100 Milliarden US-Dollar. Damit ist Mercado Libre das wertvollste Unternehmen Lateinamerikas vor dem brasilianischen Bergbaukonzern Vale und der brasilianischen Energiefirma Petrobras. Mercado Libre gehört zu den großen Profiteuren der Corona-Krise. Das E-Commerce-Unternehmen funktioniert ähnlich wie Ebay oder Amazon und bietet Firmen einen Marktplatz im Internet. Die Kunden können dort beispielsweise Kleidung, Elektronik und Lebensmittel bestellen und sich nach Hause liefern lassen. Zudem hat die in den 1990er-Jahren von Studenten gegründete Firma ein eigenes Zahlungssystem im Internet entwickelt. Das Unternehmen ist in zahlreichen Ländern in Lateinamerika aktiv, mehr als die Hälfte seines Umsatzes erzielt es in Brasilien.

UBS: Eine florierende Vermögensverwaltung und gute Geschäfte im Investmentbanking haben die Schweizer Großbank zum Jahresende 2020 weiter angetrieben. Unter dem Strich verdiente der Konzern in den drei Monaten bis Ende Dezember 1,7 Milliarden US-Dollar (1,41 Mrd. Euro) und damit mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr, wie der Konkurrent der Deutschen Bank am Dienstag in Zürich mitteilte. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Ergebnisplus von mehr als 50 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar. Die Analystenerwartungen wurden klar übertroffen. Der Konzern will nun eigene Aktien in Milliardenhöhe zurückkaufen. Allein im ersten Quartal will die UBS für 1,1 Milliarden Dollar eigene Papiere erwerben. Ein kleiner Teil der Summe entfällt auf ein schon länger laufendes Kaufprogramm; bis zu eine Milliarde ist dann Teil eines neuen Programms. Dieses läuft drei Jahre und soll bis zu vier Milliarden Dollar umfassen. Die direkte Ausschüttung an die Anteilseigner fällt derweil wie bereits angekündigt deutlich auf 0,37 Dollar je Aktie nach zuvor 0,73 Dollar.

Airbus: Der Flugzeugbauer hat im vergangenen Jahr weniger Helikopter verkauft. Nach vorläufigen Zahlen lieferte Airbus Helicopters 300 Hubschrauber aus, wie Airbus am Dienstag mitteilte. Die Helikoptersparte mit Sitz im französischen Marignane hatte im Jahr zuvor noch 332 Fluggeräte ausgeliefert. Auch die Bestellungen sanken deutlich. Gingen 2019 noch brutto 369 Bestellungen ein, waren es 2020 noch 289 Stück. Nach Abzug von Stornierungen blieben netto 268 Aufträge. Der Markt sei mit den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie herausfordernd gewesen, hieß es von Airbus.

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: Ralf Liebhold / shutterstock.com

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