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Neuer Cannabis-Trend: Inhalieren ist out – trinken ist hip

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Neuer Cannabis-Trend: Inhalieren ist out – trinken ist hip

Das Rauschmittel Marihuana wird immer salonfähiger. Jetzt hat anscheinend die Getränkeindustrie den „flüssigen Joint“ für sich entdeckt. Zwischen den kanadischen Cannabis-Anbauern und amerikanischen Getränkemittel-Produzenten werden immer mehr Allianzen geschmiedet. Konsumenten und Aktionäre dürfen sich schon bald auf völlig neue Mischungen in Flasche und Dose freuen.

Constellation Brands hat den Anfang gemacht

Als die Legalisierung von Cannabis in Kanada zu einem ernsten Thema wurde, hat der größte Spirituosen-Anbieter Amerikas die Gunst der Stunde genutzt und ist bei Cannopy Growth eingestiegen. Mittlerweile hat Constellation Brands seine Anteile auf 38 Prozent ausgebaut und schon bald werden die ersten flüssigen Rauschmittel auf den Markt kommen.

Molson Coors ist ebenfalls auf den Geschmack gekommen.

Die Nummer 5 unter den weltweit größten Bierbrauern will bis Ende des Monats ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem kanadischen Cannabis-Produzenten Hexo Corp an den Start bringen. Ziel ist es nicht alkoholische Cannabis-Getränke auf den Markt zu bringen.

Heineken experimentiert fröhlich mit

Die niederländische Brauerei hat sich keinen Partner in Kanada gesucht – ist dafür aber schon ziemlich weit. „Hifi Hops“ heißt das erste alkoholfreie Marihuana Bier. Es kommt in zwei Getränkevarianten auf den kalifornischen Markt und wird mit Hopfen und Cannabisextrakten gebraut. Die berauschende Wirkung dürfte jedoch nicht so hoch sein. Je nach Variante beschränkt sich der THC-Gehalt auf fünf und 10 Milligramm pro 0,33-Liter-Dose.

Coca-Cola bald auch?

Bekommt der Werbeslogan „Enjoy the real thing“ jetzt eine völlig neue Bedeutung? Laut dem Nachrichtensender Bloomberg befinden sich der amerikanische Getränkeriese und Aurora Cannabis in Gesprächen über ein cannabishaltiges Erfrischungsgetränk. Beide Seiten wollten den Bericht nicht kommentieren. Coca-Cola möchte sich dem Marktpotenzial offensichtlich nicht entziehen. Allerdings planen die Amerikaner laut des Berichts eine nicht berauschende Variante mit dem Marihuana-Wirkstoff Cannabidiol.

Legalisierungswelle läuft

Da immer mehr Bundesstaaten mit einer Freigabe von Marihuana liebäugeln, werden die Aussichten immer besser. Der Marktforscher Euromonitor rechnet damit, dass sich der legale Cannabis-Markt nur in den USA von 5,4 Milliarden Dollar bis 2020 auf 16 Milliarden Dollar verdreifachen wird. Entsprechend dieser Prognose erleben die Cannabis-Werte gerade wieder einen Höhenflug an der Börse.

Trotzdem werden die Investments nicht risikoarmer. Aktuelles Beispiel dafür ist die Tilray-Aktie. Allein in dieser Woche hat sich der Wert mehr als verdoppelt, um sich anschließend wieder zu halbieren.

Von Markus Weingran

Foto: Lifestyle discover / Shutterstock.com

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