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Ölpreise klettern auf den höchsten Stand seit Jahren

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Die Preise für Rohöl ziehen seit Wochen kräftig an. WTI-Öl ist mittlerweile so teuer wie seit drei Jahren nicht. Und Experten erwarten weitere Preissteigerungen.

Ölpreise klettern auf den höchsten Stand seit Jahren

Die Ölpreise setzen ihre Aufwärtstendenz der vergangenen Handelstage fort. Mit der Aussicht auf sinkende US-Ölreserven stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Februar-Lieferung im Mittagshandel um 50 Cent auf rund 63,50 US-Dollar. Zeitweise erreichte der US-Ölpreis am Vormittag bei 63,57 Dollar den höchsten Stand seit Ende 2014.

Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich auch beim Preis für Rohöl aus der Nordsee. Ein Fass der Sorte Brent zur Lieferung im März wurde zuletzt für rund 69,30 Dollar gehandelt. Das ist ebenfalls rund ein halber Dollar mehr als am Vortag und zugleich der höchste Stand seit Mai 2015.

Als Grund für die steigenden Ölpreise wird am Markt die Entwicklung der Ölreserven in den USA genannt. Diese waren zuletzt mehrfach und zum Teil deutlich gefallen. Das kann ein Hinweis für ein geringeres Angebot oder eine steigende Nachfrage sein und stützt in der Regel die Ölpreise.

Zuletzt sorgten Daten des Interessenverbands American Petroleum Institute (API) für Auftrieb bei den Ölpreisen. Am Vorabend wurde bekannt, dass die US-Ölreserven laut API in der Vorwoche um 11,2 Millionen Barrel gefallen waren. Beobachter erwarten zudem, dass der Ölpreis in diesem Jahr noch deutlich weiter anziehen könnte.

Rasanter Preisanstieg erwartet

“Der WTI-Preis wird auf über 80 Dollar steigen”, prognostiziert Byron Wien, Vizechef der Vermögensverwaltung bei der New Yorker Investmentfirma Blackstone. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Wachstums der Weltwirtschaft und der unerwartet hoher Nachfrage aus Entwicklungsländern erwartet Wien deutliche Preissteigerungen in diesem Jahr. Als weitere Gründe für einen stabilen Aufwärtstrend führt der 84-jährige Finanzmarkt-Veteran sinkende Lagerbestände an. Zudem rechnet er damit, dass die Opec-Länder und Russland sich an die vereinbarten Förderkürzungen halten werden.

Wien ist nicht der einzige Finanzprofi, der einen anhaltenden Aufschwung am Ölmarkt vorhersagt. Obwohl die Ölpreise in den letzten sechs Monaten schon um rund ein Drittel geklettert sind, setzen Hedgefonds und andere Großanleger in großem Stil auf weitere Anstiege. Laut Ole Hansen, dem Rohstoff-Chefstrategen der Saxo Bank, haben entsprechende Finanzwetten in den vergangenen Wochen bereits ein Rekordniveau erreicht.

onvista/dpa-AFX
Foto: dpa

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