onvista-Börsenfuchs: Aktien und Fonds als Bausteine der Altersvorsorge

Der onvista-Börsenfuchs
onvista-Börsenfuchs: Aktien und Fonds als Bausteine der Altersvorsorge

Hallo Leute! Ein dickes Lob der Postbank! Sie gehört zum kleinen Kreis der aktiven Aktienförderer, die schon seit langem die langfristige Wertpapieranlage auch für die Altersvorsorge fordern. Öffentlich, über die Medien. „Wertpapiere als Baustein der Altersvorsorge“, wird der jüngste Appell überschrieben. Denn wer im Zinstief Vermögen aufbauen will, kommt an Wertpapieren (= in erster Linie Aktien und Aktienfonds) nicht vorbei. Die Altersvorsorge bildet dabei keine Ausnahme.

Mir macht Mut, dass die kommende Ampel-Koalition dieses Thema im Rahmen einer Rentenreform angehen will. Endlich! Politiker und Verbraucherschützer gehen in die Offensive: Sie rufen zum Kauf von Aktien als Baustein der Altersvorsorge auf. Hey, sollte Berlin jetzt wirklich auf die Fachleute hören und die Reform zügig realisieren, wäre das ein großer Fortschritt - auch für die in Vergangenheit noch stark unterentwickelte Anlegerkultur im Land der „Falschsparer“ (= Wortschöpfung von „Börsen-Dino“ Hermann Kutzer).

Immerhin, seit vergangenem Jahr wird’s besser. Laut einer Postbank-Umfrage sorgt heute bereits fast jeder zweite Wertpapierbesitzer (48 Prozent) mit Aktien und Fonds für sein Alter vor. Insgesamt betrachtet ist der Anteil der befragten Bundesbürger, die Geld an der Börse anlegen, mit 25 Prozent allerdings ziemlich gering. Die Mehrheit der Anleger besitzt Aktien (76 Prozent), Anteile an einem Investmentfonds (49 Prozent) oder an einem ETF (45 Prozent). Es sollte sich längt herumgesprochen haben, dass man mit Aktien und Fonds nicht nur einen Ausgleich der Inflation (= Kaufkraftschwund) erzielen kann, sondern deutlich mehr Wertsteigerung anpeilt. Rendite ist das magische Wort. Auch jetzt! Beispielsweise kann eine fondsbasierte private Rentenversicherung die gesetzliche Rente und eine betriebliche Altersvorsorge sinnvoll ergänzen. Und je früher Anleger mit der Investition starten, desto besser: Eine Laufzeit von mindestens 30 Jahren ist laut Postbank-Empfehlung ideal, um Kursschwankungen abzufedern. Aber auch wenn man „nur“ noch beispielsweise 15 bis 20 Berufsjahre vor sich hat, macht das Aktieninvestment voll Sinn.

Sparer investieren entweder einen einmaligen Betrag oder monatlich eine feste Summe in den Vertrag. Zum Rentenbeginn wird das angesparte Kapital ausgezahlt, je nach Vereinbarung als lebenslange Rente oder als Einmalzahlung. Ich empfehle dringend, meine Freunde, schon früh mit einem Aktiensparplan zu beginnen - wer kann, schon zum Beginn der Berufsausbildung. Selbst kleine monatliche Einzahlungen führen über die folgenden Jahrzehnte zu enormen Beträgen, die zu einer hohen Lebensqualität im Alter beitragen.

Und das Risiko? Dem zu begegnen, gibt es diverse Taktiken. So kann man einen Aktiensparvertrag ein paar Jahre vor dem Eintritt in den Ruhestand beenden und den Gesamtbetrag in Staatsanleihen parken, um zu vermeiden, dass ein Börsencrash kurz vor dem Sparziel die bis dahin erzielte Wertsteigerung vernichtet.

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.

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