PC-Boom sorgt bei Intel vor Führungswechsel für Erholung

Reuters

San Francisco (Reuters) - Die deutlich höhere Nachfrage nach PCs, Laptops und Servern in der Corona-Krise kurbelt auch beim weltgrößten Chipkonzern Intel das Geschäft an und federt Rückschläge durch Produktionsprobleme und den scharfen Wettbewerb ab.

Im vierten Quartal fiel der Umsatz um ein Prozent auf 20 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte. Dies lag 2,6 Milliarden Dollar über den eigenen Erwartungen und dürfte Intel Schwung für den Führungswechsel geben. Mitte Februar wird VMware-Chef und Intel-Veteran Pat Gelsinger das Ruder von Bob Swan übernehmen.

Gelsinger muss vor allem die Probleme bei der Entwicklung einer neuen Generation von Prozessoren in den Griff bekommen. Nach Verzögerungen bei den 10-Nanometern-Vorgängern ist Intel nun auch bei der 7-Nanometer-Chip-Technologie zu spät dran. Inzwischen zieht das Unternehmen auch die Auslagerung von Produktionsprozessen in Erwägung. Bereits jetzt gehört Intel zu den wenigen Chipkonzernen, die auch noch selbst herstellen. Konkurrenten wie AMD überlassen das längst Auftragsfertigern wie Taiwan Semiconductor.

Für das laufende Quartal ist Intel inzwischen zuversichtlicher. Die Nachfrage nach dem Angebot für Computer sei weiterhin "sehr stark" und die Fokussierung auf Wachstumschancen zahle sich aus, sagte der scheidende Firmenchef Swan. Nun geht Intel davon aus, einen bereinigten Umsatz in den drei Monaten zu Ende März von 17,5 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,10 Dollar zu erzielen.

Dem Markt war dies nicht genug. Die Aktie fiel nachbörslich 1,5 Prozent.

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