ROUNDUP/Eurozone: Industriestimmung erholt sich weiter

dpa-AFX

LONDON (dpa-AFX) - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Juni weiter erholt. Wie das Marktforschungsinstitut IHS Markit am Mittwoch in London mitteilte, stieg der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie laut einer zweiten Schätzung auf 47,4 Punkte, nach 39,4 Zählern im Monat zuvor. Damit hat sich der Stimmungsindikator den zweiten Monat in Folge verbessert, nachdem er wegen der Corona-Krise im April auf ein Rekordtief von 33,4 Punkten gefallen war.

Der Anstieg im Juni fiel außerdem stärker aus als bisher bekannt. In einer ersten Schätzung hatten die Markit-Experten noch einen Indexwert von 46,9 Punkten ermittelt. Analysten hatten eine Bestätigung der ersten Schätzung erwartet.

Eine Reihe von Lockerungen der Corona-Beschränkungen machen sich offenbar bemerkbar. Der Stimmungsindikator liegt aber weiter unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Nur Werte oberhalb der Marke deuten auf Wachstum hin.

In Spanien legte der Stimmungsindikator unerwartet stark zu und schaffte es bis knapp unter die Expansionsschwelle. In Italien hat sich der Indexwert hingegen kaum verändert. In beiden Ländern basiert der Indexwert jeweils auf einer ersten Schätzung. Italien und Spanien wurden besonders hart von der Corona-Krise getroffen und das öffentliche Leben stark heruntergefahren. Die Lockerungen in Italien waren im Mai aber etwas weitergehend als in Spanien.

In Deutschland und Frankreich fielen die Indexwerte laut der zweiten Schätzung jeweils etwas höher aus als in der ersten Erhebung. In Deutschland bleibt der Indikator aber weiter deutlich unter der Expansionsschwelle.

"Mit den Daten verstärken sich die Hinweise, dass sich die Eurozone-Industrieunternehmen dank der COVID-19-Lockerungen auf einen starken Aufschwung gefasst machen können", kommentierte Chris Williamson, Chefvolkswirt von IHS Markit. Trotz der positiven Signale verharre die Produktion aber noch unter den Werten von vor der Pandemie. Nach Einschätzung von Williamson dürfte eine hartnäckige Nachfrageflaute und die anhaltenden Corona-Schutzmaßnahmen den Aufschwung weiter bremsen.

Die Daten im Überblick:

Region/Index Juni Prognose Vorläufig Vormonat

EURORAUM Verarb. Gew. 47,4 46,9 46,9 39,4

DEUTSCHLAND Verarb. Gew. 45,2 44,6 44,6 36,6

FRANKREICH Verarb. Gew. 52,3 52,1 52,1 40,6

ITALIEN Verarb. Gew. 47,5 47,8


45,4

SPANIEN Verarb. Gew. 49,0 45,1


38,3

(Angaben in Punkten)

/jkr/mis

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