Tesla: „Big Short“-Investor Michael Burry wettet mit einer halben Milliarde Dollar gegen den Elektroautobauer

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Tesla: „Big Short“-Investor Michael Burry wettet mit einer halben Milliarde Dollar gegen den Elektroautobauer

Michael Burry ist ein US-amerikanischer Investor, der den meisten vor allem wegen seiner berühmten Wette auf das Platzen der Immobilienblase in den USA im Jahr 2008 bekannt sein dürfte. Mit seinen Spekulationen gegen die Subprime-Hypotheken hat der Investor ein Vermögen verdient, seine Geschichte wurde später sowohl als Buch, als auch als Film umgesetzt, der unter dem Namen „The Big Short“ bekannt ist.

Bereits im Zuge der Gamestop-Kapriolen hatte Burry wieder auf sich aufmerksam gemacht, da er zeitweise ein großes Engagement in den Aktien des Videospielehändlers hatte und auch mit dieser Geschichte deutliche Gewinne einstreichen konnte. Jedoch habe er laut eigener Aussage verkauft, bevor der wirkliche Kursexzess losging.

Jetzt hat der Investor die nächste spannende Wette gestartet. Wie aus veröffentlichten regulatorischen Anträgen hervor geht, hat Burry eine Short-Position gegen den US-Autobauer Tesla von mehr als einer halben Milliarde Dollar aufgesetzt. Zum Ende des ersten Quartals hat der Investor mit seiner Firma Scion Asset Management 800.100 Tesla-Aktien zum Gegenwert von 534 Millionen Dollar leerverkauft, wie aus der Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht.

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Burry sieht Gewinne durch regulatorische Umwelt-Kredite verfälscht

In einem Tweet, der mittlerweile gelöscht wurde, erklärt Burry, dass er vor allem die von Tesla genutzten Emissionskredite kritisch sieht. Der Staat gibt eine bestimmte Menge an regulatorischen Emissionskrediten aus, die unter anderem von Autobauern genutzt werden dürfen, um ihre CO2-Ausstöße zu decken. Sollte die Menge an vorhandenen Krediten überschritten werden, müssen die Autobauer ihre Kredite von anderen Marktteilnehmern abkaufen. Tesla, der als reiner Elektroautobauer keine dieser Kredite nutzen muss, hat in den letzten Jahren eine Menge Geld mit dem Verkauf dieser Kredite verdient.

Tesla hat in Q1 2021 518 Millionen Dollar mit diesen Krediten erzielt. In Q4 2020 waren es 401 Millionen Dollar. Tesla hat mehrere Quartale und das ganze Geschäftsjahr 2020 nur durch den Verkauf dieser Emissionskredite in schwarzen Zahlen beenden können. Hinzu kommt, dass die traditionellen Autobauer in Sachen Elektromobilität immer mehr aufholen und nicht mehr ewig auf Zukäufe der Emissionskredite angewiesen sein werden.

Tesla-Aktie derzeit im Sinkflug

Die laut Mitteilung bereits seit Q1 laufende Short-Position scheint sich bereits ausgezahlt zu haben, denn die Aktie des US-Elektroautobauers hat es 2021 bisher schwer, nachdem es im Vorjahr um sagenhafte 740 Prozent nach oben gegangen war. Year to Date muss die Aktie ein Minus von knapp 20 Prozent verkraften. In den letzten drei Monaten waren es fast 30 Prozent.

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onvista-Redaktion

Titelfoto:  Daniel Fung / Shutterstock.com

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