UN beklagt Ungleichgewichte in weltweiter Nahrungsversorgung

Reuters

New York (Reuters) - Die Vereinten Nationen (UN) rufen zu einer neuen Sicht auf die weltweite Nahrungsmittelversorgung auf.

Lebensmittel sollten nicht einfach nur als handelbarer Rohstoff betrachtet werden, "sondern als ein Recht, das jedem Menschen zusteht", sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres am Donnerstag auf dem ersten Weltgipfel zur Zukunft der Nahrung. Die Veranstaltung am Rande der UN-Generalversammlung ging wegen der Corona-Krise nur mit Hilfe von Videokonferenzen über die Bühne.

Hunger und Fehlernährung hatten im vergangenen Jahr auf der Erde wieder deutlich zugenommen. Einem UN-Bericht zufolge stieg die Zahl der betroffenen Menschen um etwa 118 Millionen auf 768 Millionen. Der größte Teil des Anstiegs sei wahrscheinlich auf die Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise zurückzuführen. An den internationalen Märkten lagen die Nahrungsmittelpreise im Juni um gut ein Drittel über dem Wert vor Jahresfrist, wie ein UN-Index zeigt.

Guterres forderte, Ernährungssysteme müssten die Gesundheit und das Wohlergehen aller Menschen befördern, den Planeten schützen und den Wohlstand unterstützen. Er sprach von großen Ungleichgewichtigen, die angegangen werden müssten. So gebe es einerseits Milliarden von Menschen mit Übergewicht. Andererseits hätten viele Millionen nicht genug zu essen. Ein Drittel der Nahrung werde weggeschmissen. Zugleich trügen Herstellung, Verarbeitung und Verbrauch von Nahrungsmitteln zu einem Drittel zum Treibstoffgas-Ausstoß bei.

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