Verhandlungen in Genf zur Lösung des Bergkarabach-Konflikts beginnen

Reuters

Genf (Reuters) - Im Bergkarabach-Konflikt ruhen die Hoffnung auf eine friedliche Lösung auf neuen Gesprächen in Genf.

Die Außenminister von Armenien und Aserbaidschan sollten sich dort zunächst mit Vertretern von Frankreich, Russland und den USA treffen, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag von einem Diplomaten vor Ort erfuhr. Beide Konfliktparteien bestätigten die Reise ihrer Minister in die Schweiz. Die vermittelnden Staaten gehören zur Minsk-Gruppe der OSZE. Die jüngsten Anläufe zu einer Waffenruhe sind allerdings gescheitert. In den vergangenen Wochen sind bei Kämpfen Hunderte Menschen getötet worden.

In Bergkarabach leben überwiegend christliche Armenier. Völkerrechtlich gehört das Gebiet zum mehrheitlich islamischen Aserbaidschan, obwohl es sich 1991 von dem Land losgesagt hatte. Beobachter befürchten eine Ausweitung des Konflikts: Die Türkei hat sich hinter Aserbaidschan gestellt, während Russland und Armenien ein Verteidigungsbündnis unterhalten. Im Südkaukasus verlaufen wichtige Erdgas- und Öl-Pipelines, durch die Aserbaidschan den Weltmarkt beliefert.

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