Warren Buffett hat gerade diese 2 günstigen Aktien gekauft – solltest du das auch tun?

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Warren Buffett hat gerade diese 2 günstigen Aktien gekauft – solltest du das auch tun?

Wir wissen jetzt, welche Aktien Warren Buffett im vierten Quartal 2020 gekauft und welche er abgestoßen hat. Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) hat letzte Woche seinen 13F-HR-Bericht bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht.

Insgesamt kaufte Berkshire im vierten Quartal zehn Aktien. Seine Aktivität umfasste neue Positionen in vier Aktien und die Aufstockung von Positionen in sechs Aktien. Darunter befanden sich AbbVie (WKN: A1J84E) und Bristol Myers Squibb (WKN: 850501). Die beiden günstigen Aktien hat Buffett also gerade gekauft. Jetzt die Frage: Solltest du das auch tun?

Buffetts Einkaufstour

Berkshire kaufte im dritten Quartal zuerst Aktien von AbbVie und Bristol Myers Squibb. Das waren nicht die einzigen großen Pharma-Aktien, die im dritten Quartal gekauft wurden. Zudem kaufte das riesige Konglomerat Aktien von Merck und Pfizer. Im vierten Quartal trennte sich Berkshire von seiner Beteiligung an Pfizer. Allerdings stockte es seine Positionen in AbbVie, BMS und Merck auf.

Wir wissen nicht genau, ob Buffett hier persönlich die Entscheidungen getroffen hat. Zweifellos hat er jedoch die Käufe und Verkäufe genehmigt. AbbVie und BMS passen hervorragend zu Buffetts Philosophie und Fokus auf Value-Aktien.

AbbVie wird derzeit zu weniger als dem 8,6-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. BMS wird mit etwas mehr als dem Achtfachen des erwarteten Gewinns gehandelt. Im Vergleich dazu liegt der Multiplikator für die erwarteten Gewinne von Merck bei 11,3. Die Berkshire-Aktie selbst sieht relativ gesehen geradezu teuer aus, da die Aktien mit dem 22,5-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt werden.

Nicht nur attraktiv bewertet

Buffett war wohl der Ansicht, dass die Bewertungen von AbbVie und Bristol Myers Squibb zu günstig waren, um sie sich entgehen zu lassen. Es gibt jedoch noch andere Dinge, die man an diesen Aktien schätzen kann.

AbbVie verfügt über eine der besten Dividenden im gesamten Gesundheitswesen. Die Dividende liegt derzeit bei 4,95 %. Das Unternehmen ist zudem ein Dividendenaristokrat dank 49 aufeinanderfolgenden Jahren an Dividendenerhöhungen. BMS hat keine so beeindruckende Erfolgsbilanz wie AbbVie, aber ich vermute, dass Buffett die Dividendenrendite des Arzneimittelherstellers von über 3,2 % gefallen hat.

Die Wachstumsaussichten von BMS sind jedoch noch attraktiver. Analysten prognostizieren für die nächsten fünf Jahre ein durchschnittliches jährliches Gewinnwachstum von mehr als 21 %. Aktuelle Blockbuster wie der Blutverdünner Eliquis und die Krebsimmuntherapien Opdivo und Yervoy, werden wahrscheinlich den größten Teil dieses Wachstums ausmachen. Zusätzlich zu seiner vielversprechenden Pipeline hat BMS mit dem Anämie-Medikament Reblozyl und dem Multiple-Sklerose-Medikament Zeposia starke Vertreter.

Die Wachstumsstory von AbbVie wird aus drei Phasen bestehen. Das Unternehmen sollte in den nächsten Jahren ein starkes Wachstum erzielen. Ab 2023 werden die Umsätze von AbbVies umsatzstärkstem Medikament Humira jedoch zu sinken beginnen, da es in den USA mit Biosimilar-Konkurrenz konfrontiert ist. Die dritte Wachstumsphase sollte jedoch ab 2025 und darüber hinaus beginnen, wenn AbbVie wieder zu starkem Wachstum zurückkehrt und die anderen Produkte des Unternehmens den Umsatzrückgang von Humira mehr als ausgleichen. 

Soll man der Legende folgen?

Man sollte natürlich keine Aktien kaufen, nur weil es jemand anderes getan hat. Selbst wenn es sich dabei um die Legende Warren Buffett handelt. Genauso wenig sollte man eine Aktie verkaufen, nur weil Buffett oder ein anderer Großinvestor das getan hat.

Man sollte jedoch nachvollziehen können, warum Buffett eine Aktie mag oder nicht mag. Im Fall von AbbVie und Bristol Myers Squibb schätzt er mit ziemlicher Sicherheit deren niedrige Bewertungen und starke Dividenden. Er ist wahrscheinlich auch der Meinung, dass die langfristigen Wachstumsaussichten für beide Unternehmen solide sind. 

AbbVie und BMS werden wahrscheinlich keine Investoren ansprechen, die aggressives Wachstum suchen. Aber wer eine attraktive Bewertung, eine starke Dividende und solide langfristige Wachstumsaussichten verlangt, kann hier nicht viel falsch machen.

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The Motley besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway and Bristol Myers Squibb. Keith Speights besitzt Aktien von AbbVie, Berkshire Hathaway, Bristol Myers Squibb und Pfizer Dieser Artikel erschien am 23.2.2021 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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Foto: The Motley Fool.

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