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Bitcoin: Kurs setzt sich über 30.000 Dollar Marke ab - Boden gefunden nach historischer Negativ-Serie?

onvista · Uhr
Quelle: 99Art/Shutterstock.com

Nachdem die Aktienmärkte bereits in der letzten Woche eine deutliche kurzfristige Trendwende hingelegt hatten, hat auch die Kryptowährung Bitcoin am Wochenende ordentlich an Fahrt aufgenommen und ist mit einem Plus von deutlich über 5 Prozent wieder über die Marke von 30.000 Dollar gesprungen.

Damit zeichnet sich in der noch jungen Woche das erste Mal seit langem wieder eine grüne Wochenkerze ab. Der Bitcoin-Kurs blickt auf eine 9-wöchige Periode fallender Kurse zurück – ein Negativ-Rekord für das Asset. Seit dem lokalen Hoch bei 48.000 Dollar aus Ende März ist die Kryptowährung bis auf 29.600 Dollar Ende der letzten Woche gesunken, mit einem zwischenzeitlichen Ausflug bis an die Marke von 25.000 Dollar im Zuge des Kollapses von Terra Luna. Dabei ist die Kryptowährung im Einklang mit den Aktienmärkten aufgrund einer toxischen Mischung aus einem steigenden Zinsumfeld, einer hohen Inflation und enormen geopolitischen Unsicherheiten in einen Bärenmarkt gerutscht.

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BTCUSD_2022-05-30_14-57-40.png · Quelle: tradingview

Mit der jüngsten Rückeroberung der 30.000 Dollar Marke hat der Kurs wieder mehr an Boden gewonnen, ein Rückfall unter das untere Ende der Unterstützungszone bei der Marke von 28.000 Dollar würde Tür und Tor für einen Fall bis auf die 20.000 Dollar Marke öffnen, bei der derzeit der 200-Wochen-Trend verläuft – ein Indikator, welcher in der Vergangenheit ein aussagekräftiger Indikator für einen Boden in einem Bitcoin-Bärenmarkt war. Eine Bestätigung des Ausbruchs oberhalb der 30.000 Dollar Marke würde wiederum positive charttechnische Signale senden.

Skepsis überwiegt bei vielen Analysten

Einige Marktbeobachter sehen eine nachhaltige Erholung des Preises jedoch als verfrüht an. „Es wird verfrüht sein, über eine bullische Gegenoffensive zu sprechen, bis Bitcoin über 30.600 Dollar steigt, seine horizontale Widerstandslinie seit Mitte Mai“, erklärte Alex Kuptsikevich, Senior Market Analyst bei FxPro. „Der erneute Risikoappetit an den globalen Märkten schürt Hoffnungen auf eine Trendwende“, wird der Analyst vom Branchenportal Cointelegraph zitiert. „Die Divergenz in der Aktien- und Kryptowährungsdynamik war letzte Woche auffällig und verdeutlichte die Schwäche des Kryptomarktes“, warnte Kuptsikevich. Rückschlüsse auf vergangene Krypto-Bärenmärkte liefert auch ein Blick auf die Gesamtmarktkapitalisierung.

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Marketcap.PNG · Quelle: coingecko

Seit dem Markt-Hoch vom letzten November ist die Marktkapitalisierung des Krypto-Sektors um 60 Prozent von drei Billionen auf derzeit 1,2 Billionen US-Dollar gefallen. Das ist immer noch weniger als die 80 Prozent Rückgang der Gesamtmarktkapitalisierung während des letzten Bärenmarktes im Jahr 2018.

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Kaufen, wenn die Kanonen donnern

Was die fundamentalen Investmentregeln angeht, unterliegt jedoch auch der Krypto-Markt denselben Dynamiken wie die traditionellen Finanzmärkte. Heißt: Bärenmärkte bieten sich als langfristige Kaufgelegenheiten an. So beschreibt es auch Jason Ye, Partner beim Krypto-Investmentfonds ROK Capital, der gegenüber Cointelegraph erklärt, dass Bärenmärkte, obwohl Preise und Aktivität niedriger sind, die besten Zeiten für Investoren und Entwickler darstellen, um den Grundstein für größeren Erfolg zu legen, wenn sich die Marktstimmung umkehrt.

„In einem Bärenmarkt ist es an der Zeit, die besten Fundamentaldaten zu finden und sich auf den Aufbau eines Produkts zu konzentrieren. Es ist Zeit für Händler, ihre Barreserven einzusetzen, um im nächsten Bullenzyklus einen Aufwärtstrend zu erzielen. Wie immer sind die Gewinner im Bullenmarkt die Leute, die im Bärenmarkt gekauft haben.“

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