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Deutsche-Post-Aktie: Wie mit dem Kursrutsch umgehen?

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: alexfan32/Shutterstock.com

Das war für Anleger am Freitag ein Schock: Die Aktie der Deutschen Post purzelte um 7 Prozent. Der Grund: Erst einmal der Hexensabbat und dann die Gewinnwarnung der FedEx. Der US-Logistikriese begründete dies mit der Abkühlung der weltweiten Konjunktur. FedEx ist zwar noch in der Gewinnzone, allerdings sank der Gewinn um rund 15 Prozent auf 1,19 Mrd. Dollar. Auch der Umsatz in Höhe von 23,2 Mrd. Dollar blieb hinter den Schätzungen der Analysten zurück.

Hier stellt sich natürlich die Frage, inwieweit die Deutsche Post davon betroffen ist, vor allem da sie keine Gewinnwarnung aussprach. Der Bonner Dax-Konzern hat derzeit ein KGV von 9 und eine Dividendenrendite von 5 Prozent. Und auch die Analysten sind optimistisch gestimmt.

Kein Analyst empfiehlt den Verkauf

20 von 23 Analysten sehen die Aktien der Deutschen Post als unterbewertet an und empfehlen den Kauf, 3 raten zum Halten. Der Durchschnittskurs der Empfehlungen liegt bei rund 54,50 Euro, wobei Metzler mit 74,50 Euro am optimistischen ist.

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Was natürlich für die Deutsche Post spricht sind die Zahlen: Im ersten und zweiten Quartal des laufenden Jahres hat der Konzern 2,812 Mrd. Euro Gewinn erzielt; im Vergleichszeitraum des Corona-Vorjahres lag er bei „nur“ 2,482 Mrd. Euro.

Aber eines darf man bei aller Euphorie nicht vergessen: Auch die Deutsche Post ist von der Wirtschaftslage abhängig. Wenn die Wirtschaft crasht und die Inflation weiter voranschreitet, dann kann sich das auf Bestellungen auswirken. Aber abschreiben sollte man die Deutsche Post nicht. Wer allerdings noch unsicher ist und erst schauen möchte, wie sich das weitere Marktumfeld entwickelt, der sollte die Anteilsscheine der Deutschen Post auf die Watchlist setzen und die Bodenbildung abwarten.

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