EUR/USD Wochenausblick 18.12.2023

Powell bringt die Bullen zurück ins Spiel

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: CeltStudio/Shutterstock.com

Rückblick:

Das Euro/Dollar-Währungspaar hatte am vergangenen Montag wie vermutet "das Gros der Verkaufswelle hinter sich" und konnte sich wie avisiert erholen. Aus der Erholung wurde dann zwischenzeitlich ein veritabler Rallyschub - die europäische Einheitswährung kletterte im Wochenverlauf zeitweise über 250 Pips vom Wochentief gegenüber dem Greenback; stieg also um 2,5 Cent.

Die US-Notenbank hielt den Leitzins erwartungsgemäß konstant bei 5,5 Prozent. Aber ihre Prognosen ("Dot Plot") deuten auf mögliche Senkungen im kommenden Jahr hin.

Fed-Chef Jerome Powell verstärkte diese Erwartungen weiter, indem er darauf hinwies, dass Zinssenkungen wahrscheinlich sind, noch bevor die Inflation zwei Prozent erreicht. Im Vergleich zu früheren Treffen zeigte sich Powell diesmal weniger darauf bedacht, die Marktprognosen einzudämmen. Dies sorgte am Mittwochabend für massive Dollar-Verkäufe gegenüber allen anderen Hauptwährungen.

Einen Teil der Zugewinne musste das Währungspaar dann nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) und hier vor allem nach den Kommentaren von Präsidentin Christin Lagarde auf der anschließenden Pressekonferenz wieder abgeben.

Ausblick:

Im Gegensatz zur abgelaufenen Handelswoche sind die "Highlights" in der letzten richtigen Handelswoche des Kalenderjahres 2023 eher dünn gesät. Lediglich der PCE-Preisindex aus den USA am Freitagnachmittag hat das Potenzial, größere Bewegungsimpulse auszulösen.

Der so genannte "Core PCE Price Index" misst die Preisveränderungen für persönliche Konsumausgaben und schließt dabei volatile Elemente wie Lebensmittel- und Energiepreise aus, um eine genauere Darstellung der zugrunde liegenden Inflationstrends zu gewährleisten. Der Index ist eine der von der US-Notenbank beobachteten Inflationsmessgrößen für die Festlegung ihrer Geldpolitik.

Alle anderen im Wochenverlauf anstehenden Konjunkturdaten gehören eher in die Kategorie "zweite Reihe".

Charttechnischer Ausblick:

Mit dem impulsiven Anstieg in der vergangenen Woche hat sich das kurzfristige Chartbild wieder zu Gunsten der Käuferseite gedreht. So lange das Währungspaar nun nicht wieder auf Stundenschlusskursbasis unter die Marke von 1,0830 Dollar abrutscht, wird chortechnisch tendenziell ein erneuter Anlauf in den Bereich 1,1020/50 Dollar favorisiert.

Wichtige Daten & Termine im Wochenverlauf:

Montag: nur Daten aus der 2. Reihe

Dienstag: 14:30 Uhr US-Baugenehmigungen

Mittwoch: 16 Uhr US-Conference Board Verbrauchervertrauen

Donnerstag: 14:30 Uhr finales BIP USA

Freitag: 14:30 Uhr PCE-Preisindex USA

Quelle: Tradingview

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