Baerbock besorgt wegen Lage an israelisch-libanesischer Grenze

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Jerusalem (Reuters) - Bundesaußenministerin Annalena Baerbock ist wegen der zunehmenden Spannungen an Israels Grenze zum Libanon besorgt.

"Das Risiko einer nicht beabsichtigten Eskalation und eines allumfassenden Krieges wächst Tag für Tag", sagte Baerbock am Montagabend in einer Rede vor der Herzlija Sicherheitskonferenz in Jerusalem. Am Dienstag werde sie daher nach Beirut reisen, um in der libanesischen Hauptstadt Gespräche zu führen. Im Süden des Libanon greift die radikal-islamische Hisbollah seit Beginn des Gaza-Kriegs verstärkt Ziele in Israel an.

Laut vorab verbreitetem Redetext äußerte sich Baerbock zudem erneut besorgt über die Lage im Gazastreifen. Deutschland wolle nicht, "dass die Strategie der Hamas erfolgreich ist", sagte die Ministerin. "Und wir wollen nicht, dass sich Israel in diesem Krieg verliert", fügte sie mit Blick auf die nach Angaben der radikal-islamischen Hamas mittlerweile mehr als 37.000 getöteten Palästinenser hinzu: "Als eine Freundin Israels will ich ehrlich sein: Diese Wut hilft Israel nicht dabei, seine Sicherheitsbedürfnisse zu erfüllen, im Gegenteil: Es hilft nur dem zynischen Antrieb der Hamas, eine weitere Eskalation zu provozieren." Die Ministerin hielt ihre Rede in englischer Sprache.

Baerbock kommt am Dienstag nach Angaben des Auswärtigen Amts zunächst in Ramallah mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Mohammed Mustafa zusammen. Im Anschluss ist ein Gespräch mit dem israelischen Außenminister Israel Katz in Jerusalem geplant. Danach reist die Ministerin weiter nach Beirut, wo ein Treffen mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Nadschib Miqati vorgesehen ist. Ihren Ursprung hat die jüngste Eskalation des Nahost-Konflikts im Massaker durch die Hamas in Israel, bei dem rund 1200 Menschen getötet und mehr als 200 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden.

(Bericht von Alexander Ratz; Redigiert von Scot W. Stevenson; Bei Rückfragen wenden Sie sich an berlin.newsroom@tr.com)

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