Zug mit Lastwagen in Südrussland kollidiert - Zahlreiche Verletzte

Moskau (Reuters) - Bei einem Zugunglück im Süden Russlands sind Medienberichten zufolge mindestens 140 Menschen verletzt worden.
Ein Zug mit etwa 800 Passagieren an Bord sei mit einem Lastwagen zusammengestoßen, dabei seien acht Waggons entgleist, teilte die russische Eisenbahngesellschaft am Montag mit. Die meisten Menschen hätten Schnittwunden und Abschürfungen erlitten. 15 Menschen, darunter drei Kinder, seien in Krankenhäuser zur Behandlung gebracht worden. Der Lastwagenfahrer sei schwer verletzt, hieß es in dem Telegram-Kanal Masch. Berichte, wonach zwei Menschen ums Leben gekommen waren, bestätigten die Behörden nicht. Hunderte Rettungskräfte und mehrere Hubschrauber sind den Behörden zufolge im Einsatz.
Der Zug war den Angaben der Eisenbahngesellschaft zufolge auf dem Weg von Kasan in der Teilrepublik Tatarstan zur Küstenstadt Adler am Schwarzen Meer, als er in der Nähe des Bahnhofs in Kotelnikowo bei dem Zusammenstoß entgleiste. Der Lastwagenfahrer habe gegen Verkehrsregeln verstoßen und sei trotz eines Alarmsignals auf den Bahnübergang gefahren, erklärte die Behörde weiter. Der Lokführer habe sofort gebremst, der Zug sei dennoch mit einer Geschwindigkeit von etwa 65 Stundenkilometern auf den Lastwagen geprallt.
(Reuters-Bericht, geschrieben von Christina Amann, redigiert von Hans Busemann. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter Berlin.Newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder Frankfurt.Newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)