Deutsche Importe verteuern sich erstmals seit mehr als einem Jahr

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Berlin (Reuters) - Die Preise für die von Deutschland aus aller Welt importierten Waren sind im Juni erstmals seit mehr als einem Jahr wieder gestiegen.

Sie erhöhten sich um durchschnittlich 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Zuvor waren die Einfuhrpreise 15 Monate in Folge gefallen. Einen Anstieg gab es zuletzt im Februar 2023. Im Mai gab es noch einen Rückgang von 0,4 Prozent und im April von 1,7 Prozent. Von Mai auf Juni zogen die Preise um 0,4 Prozent an.

Da die deutsche Wirtschaft viele Vorprodukte und Rohstoffe aus dem Ausland bezieht, kommen höhere Einfuhrpreise verzögert auch bei der allgemeinen Inflation an. Im Juli ist die Teuerungsrate für Verbraucher überraschend gestiegen - von 2,2 auf 2,3 Prozent.

Teurer wurde im Juni vor allem Energie: Deren Importe kosteten 4,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vor allem für Erdöl musste deutlich mehr bezahlt werden: Hier stiegen die Preise um 10,5 Prozent. Auch Benzin (+6,5 Prozent) und Erdgas (+1,4 Prozent) kosteten mehr. Einen Anstieg bei Gas hatte es zuletzt im Dezember 2022 gegeben. Erheblich günstiger als im Vorjahresmonat waren Steinkohle (-12,4 Prozent) und Strom (-9,5 Prozent).

Bei Konsumgütern zogen die Importpreise um 1,8 Prozent an. Landwirtschaftliche Güter wurden um 8,6 Prozent teurer nach Deutschland eingeführt. Rohkakao kostete 178,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Für Rohkaffee mussten 16,6 Prozent mehr bezahlt werden. Dagegen waren Zwiebeln (-44,5 Prozent), Tomaten (-9,4 Prozent) und Getreide (-6,1 Prozent) preiswerter aus dem Ausland zu bekommen.

(Bericht von René Wagner, redigiert von Thomas Seythal. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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