Weitere gute Nachricht zur US-Konjunktur - Verbraucherstimmung bessert sich

Washington (Reuters) - Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im August stärker als erwartet aufgehellt. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen stieg auf 67,8 Punkte von 66,4 Zählern im Juli, wie die Universität Michigan am Freitag zu ihrer Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem leichten Anstieg auf 66,9 Punkte gerechnet. Die Bürger bewerten ihre Lage zwar etwas schlechter als im Juli, betrachten die Aussichten allerdings optimistischer als zuletzt. Mit Blick auf die kommenden zwölf Monate rechnen die Verbraucher mit einer Teuerungsrate für Waren und Dienstleistungen von 2,9 Prozent.
Diese Teuerungsrate wurde im Juli in den USA exakt erreicht: Die Verbraucherpreise stiegen damit nicht mehr so stark wie noch im Juni mit damals 3,0 Prozent. Die Zentralbank Federal Reserve will mit ihrer Hochzinspolitik die Inflation eindämmen und dabei auch den Arbeitsmarkt abkühlen, ohne jedoch den Konjunkturmotor abzuwürgen. Anfang des Monats hatten schwache Daten vom Arbeitsmarkt an den Finanzmärkten die Furcht aufkommen lassen, dass die Wirtschaft im Zuge der straffen geldpolitischen Linie in eine Rezession abrutschen könnte. Mittlerweile hat sich diese Angst weitgehend gelegt. Dazu trugen positive Konjunkturdaten bei, in die sich die aufgehellte Verbraucherstimmung im August nahtlos einreiht.
Im September steht laut Fed-Chef Jerome Powell eine Zinssenkung zur Debatte, falls die hereinkommenden Daten Zuversicht in ein nachhaltiges Abflauen des Preisdrucks vermitteln. Hinweise auf den weiteren Kurs erwarten sich Investoren von einem Auftritt Powells auf dem Notenbank-Symposium in Jackson Hole Ende nächster Woche.
(Büro Washington, geschrieben von Reinhard Becker, redigiert von Kerstin Dörr; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)