Sunrise will im vierten Quartal an die Börse SIX

Der Schweizer Telekomkonzern Sunrise hat die Pläne für eine Abspaltung von der US-Muttergesellschaft Liberty Global bekräftigt.
Der Spin-off über die Schweizer Börse werde voraussichtlich im vierten Quartal 2024 abgeschlossen, wie das Unternehmen am Montag anlässlich eines Kapitalmarkttages mitteilte. Sunrise kündigte an, die Verschuldung bis zum Jahresende auf rund das 4,5-fache des operativen Ergebnisses (Ebitda) verringern zu wollen. Nach der Abspaltung wolle Sunrise dieses Verhältnis weiter verbessern und für das Gesamtjahr 2024 eine Dividende von mindestens 240 Millionen Franken ausschütten. Viele Anleger in der Schweiz achten darauf, dass die Verschuldung eines Unternehmens das Dreifache des Ergebnisses nicht übersteigt.
Liberty hatte den zweitgrößten Schweizer Telekomkonzern hinter der staatlich kontrollierten Swisscom im Jahr 2020 für knapp sieben Milliarden Franken geschluckt und von der Börse genommen. Im Februar kündigte Liberty an, dass Sunrise im zweiten Halbjahr über die Schweizer Börse abgespalten werden solle. Dabei würde jeder Liberty-Aktionär Titel von Sunrise erhalten. Zuletzt verengte Liberty die Zeitspanne auf das vierte Quartal 2024. Liberty hat für das Listing die Banken UBS und JP Morgan mandatiert. Liberty hat bereits mit einer Reihe von Investoren Gespräche geführt, wie die Nachrichtenagentur Reuters im Juli berichtete.