Folge der alternden Gesellschaft - Chinesen müssen länger arbeiten

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Hongkong (Reuters) - China reagiert mit einer Erhöhung des Rentenalters auf den steigenden wirtschaftlichen Druck durch die alternde Gesellschaft.

Der Volkskongress habe eine entsprechende Reform gebilligt, die am 1. Januar 2025 in Kraft treten soll, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag. Das Renteneintrittsalter war in der Volksrepublik bislang eines der niedrigsten weltweit. Vom kommenden Jahr an können Männer nun erst mit 63 Jahren und nicht mehr mit 60 Jahren in Rente gehen. Frauen mit Stellen in der Verwaltung müssen dann drei Jahre länger bis zum Alter von 58 Jahren arbeiten. Arbeiterinnen müssen bis 55 im Erwerbsleben bleiben. Aktuell gilt hier noch eine Grenze von 50 Jahren.

Die längeren Lebensarbeitszeiten sollen die klammen Rentenbudgets entlasten, die in zahlreichen Provinzen bereits hohe Defizite aufweisen. Sie könnten indes nicht von allen Chinesen begrüßt werden. Hunderttausende Menschen hatten sich bereits an Diskussionen über die Pläne in den Sozialen Medien beteiligt.

"Die chinesische Regierung muss handeln", sagte Xiujian Peng, Experte an der Victoria University in Australien. Eine schrumpfende Zahl von Werktätigen werde sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken. Die durchschnittliche Lebenserwartung in der Volksrepublik ist im Jahr 2021 auf 78 Jahre gestiegen, 1960 waren es noch 44 Jahre. 2050 wird die Lebenserwartung wohl über 80 Jahren liegen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Beschäftigten, die für die steigende Zahl der Rentner aufkommen sollen.

(Bericht von Farah Master und Ellen Zhang, bearbeitet von Matthias Inverardi, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bittean unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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