Bleiben Zinsen konstant?

Insider: EZB könnte im Oktober die Füße stillhalten

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Alexandros Michailidis/Shutterstock.com

Frankfurt (Reuters) - Die Europäische Zentralbank könnte nach der zweiten Zinssenkung in diesem Jahr auf der kommenden Sitzung im Oktober die Füße stillhalten.

Drei Insider sagten gegenüber Reuters, ein weiterer Schritt am 17. Oktober könne zwar nicht ausgeschlossen werden, sei aber nicht wahrscheinlich. Denn in wenigen Wochen lägen noch nicht viele neue Informationen vor. Daher würden die Währungshüter lieber auf die aktualisierten Prognosen der EZB-Volkswirte im Dezember warten. Einer der Gewährsleute fügte hinzu, dass es zu erheblichen negativen Überraschungen in Sachen Wachstum kommen müsse, damit die EZB die Zinsen bereits bei der nächsten Sitzung erneut senke. Die EZB lehnte einen Kommentar ab.

Die Ökonomen der Zentralbank erwarten für dieses Jahr nur noch ein Wirtschaftswachstum in der Eurozone von 0,8 Prozent. 2025 soll beim Bruttoinlandsprodukt ein Plus von 1,3 Prozent und 2026 von 1,5 Prozent herausspringen. Im Juni waren die Ökonomen noch von 0,9 Prozent für 2024, 1,4 Prozent für 2025 und 1,6 Prozent für 2026 ausgegangen.

Die EZB hatte am Donnerstag die Zinsen erstmals seit der geldpolitischen Wende vom Juni wieder gesenkt: Der für die Finanzmärkte maßgebliche Einlagesatz, zu dem Banken bei der EZB kurzfristig überschüssige Gelder parken, wurde um einen Viertelprozentpunkt auf 3,50 Prozent gekappt. Zugleich ließen die Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde die Investoren vor der nächsten Sitzung im Oktober im Unklaren, wie es weitergeht: "Der EZB-Rat legt sich nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest."

Der EZB-Rat bekräftigte, er sei entschlossen, für eine zeitnahe Rückkehr der Inflation zum mittelfristigen Ziel von zwei Prozent zu sorgen. Die Festlegung der angemessenen Höhe des Zinsniveaus werde auch in Zukunft von der Datenlage abhängen. Darüber werde von Sitzung zu Sitzung entschieden.

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