Umfrage - Merz bei Kanzlerpräferenz gleichauf mit Scholz

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Berlin (Reuters) - Der designierte Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz liegt laut einer neuen Forsa-Umfrage in der Wählergunst bei der Kanzlerpräferenz mit 26 Prozent gleichauf mit Bundeskanzler Olaf Scholz.

Allerdings hat er mit 60 Prozent weniger Rückhalt bei der eigenen Anhängerschaft als Scholz mit 70 Prozent, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts hervorgeht. Offenbar schadet dem CDU-Chef die Positionierung in der Asyl-Frage. Denn 69 Prozent aller Befragten und immerhin 43 Prozent der Unionsanhänger meinen, dass es der Union und Merz bei diesem Thema vor allem um parteitaktische Überlegungen geht. In Ostdeutschland vermuten dies wenige Tage vor der Landtagswahl in Brandenburg sogar 75 Prozent.

Die Ergebnisse scheinen aber widersprüchlich. Denn bei der Frage nach der Kanzlertauglichkeit kommt Scholz nach drei Jahren Amtszeit laut Forsa nur auf neun Prozent. Bei Merz sind dies ebenfalls nur 19 Prozent. Mehr Zustimmung bekommen unter den Anhängern aller Parteien Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder (22 Prozent) und Verteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD (30 Prozent).

Bei der Parteienpräfenz gibt es laut Forsa in einer nach der Erklärung von Merz zum designierten Kanzlerkandidaten erhobenen Umfrage aber Abweichungen. Die CDU bleibt mit 31 Prozent klar stärkste politische Kraft, obwohl sie einen Punkt verliert. Danach folgen AfD mit 17 Prozent und die SPD mit 15 Prozent, die einen Punkt zulegt. Die Grünen bleiben bei elf Prozent, das BSW sinkt leicht auch sechs Prozent. Die FDP mit vier und die Linke mit drei Prozent wären nicht mehr im Bundestag vertreten.

Das Institut Allensbach kommt in einer Erhebung für die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zu etwas anderen Ergebnissen: Danach steigt die CDU auf 35,5 Prozent, die AfD liegt bei 17, die SPD bei 16 Prozent. Die Grünen sinken auf nur noch zehn Prozent, das BSW steigt auf neun, die FDP rutscht auf vier Prozent ab.

54 Prozent der Befragten gaben laut Allensbach an, dass die Union auf jeden Fall an der nächsten Regierung beteiligt sein sollte. Dann folgen die SPD mit 29 Prozent, das BSW mit 20 und die AfD mit 17 Prozent. Die Grünen liegen nur noch an fünfter Stelle mit 16 Prozent. Für eine erneute Regierungsbeteiligung der FDP sprechen sich 14 Prozent aus. In der Präferenz der Koalition liegt ein schwarz-rotes Bündnis vor einer Koalition von Union mit der FDP. Dreier-Konstellationen sind extrem unbeliebt: Nur je drei Prozent sprechen sich für ein Jamaika-Bündnis von Union, Grünen und FDP oder eine Fortsetzung der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP aus.

(Bericht von Andreas Rinke, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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