Ukraine greift mit britischen Marschflugkörpern Ziele in Russland an

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(Ergänzt fehlenden Buchstaben in der Überschrift)

Kiew (Reuters) - Einen Tag nachdem erstmals US-Raketen auf Ziele in Russland abgefeuert wurden, hat die Ukraine mit britischen Marschflugkörpern eine weitere Fernwaffe gegen Ziele weit hinter der Landesgrenze eingesetzt. Der Kanal Two Majors im Kurznachrichtendienst Telegram meldete am Mittwoch, die Ukraine habe bis zu zwölf Marschflugkörper vom Typ "Storm Shadow" auf die Region Kursk abgefeuert. In dem Kanal wurden Aufnahmen veröffentlicht, auf denen Gehäuseteile und die Aufschrift "Storm Shadow" deutlich zu erkennen ist. Auch ein Regierungsmitarbeiter bestätigte den Einsatz der Storm Shadows.

Das Büro des britischen Premierministers Keir Starmer lehnte eine Stellungnahme ab. Russland hat den Einsatz westlicher Fernwaffen gegen Ziele auf seinem Territorium als gefährliche Eskalation gewertet und mit Konsequenzen gedroht.

In den von russischen Kriegsberichterstattern veröffentlichten Videos sind mindestens 14 gewaltige Explosionen zu hören. Die Aufnahmen, die in einem Wohngebiet gemacht wurden, zeigen schwarzen Rauch, der in der Ferne aufsteigt. Es soll sich um die Einschläge der Storm Shadows handeln.

Vor wenigen Tagen hatte US-Präsident Joe Biden der Ukraine erstmals erlaubt, Kurzstreckenraketen von Typ ATACMS gegen Ziele in Russland einzusetzen. Am Dienstag wurden sie nach ukrainischen Angaben gegen ein russisches Waffenlager in der Region Brjansk eingesetzt. Russland vollzog daraufhin die bereits geplante Änderung seiner Atomdoktrin. Demzufolge wurde die Schwelle für den Einsatz von Atomwaffen gesenkt.

(Bericht von Anastasiia Malenko, Tom Balmforth und Max Hunder, geschrieben von Hans Busemann, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

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