Linke: 'Am Ende wird es einen Mietendeckel geben'

dpa-AFX · Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Die Linke setzt bei ihrem Kampf um den erneuten Einzug in den Bundestag voll auf soziale Themen wie die Deckelung der Mieten und der Lebenshaltungskosten. Die Partei wolle verändern und werde dies in den nächsten Jahren auch schaffen, versprach Parteichef Jan van Aken bei der Vorstellung der Plakatkampagne zur Bundestagswahl.

"Am Ende wird es einen Mietendeckel geben, völlig egal, ob wir mitregieren oder ob wir in der Opposition sind, egal wie viel Prozent wir jetzt am 23. Februar bekommen", sagte van Aken. Auf Nachfrage sagte er, die Frage mitzuregieren, stelle sich angesichts der Zahlen allerdings vorerst nicht. Die Linke liegt in Umfragen derzeit bundesweit bei etwa drei Prozent.

An 100.000 Türen geklopft

Co-Parteichefin Ines Schwerdtner sagte, Mitglieder und Helfer hätten wie angekündigt an 100.000 Türen geklopft und Tausende Gespräche geführt. "Wir kümmern uns konkret um das, was die Menschen auch bewegt", sagte sie. Als Themen für die Plakate nannte sie Teuerung, Energiekosten, Grundrente, Miete, Klimawandel und Einsatz für Frieden.

Van Aken vermerkte, dass auch SPD und Grüne im Wahlkampf linke Themen wie Mieten, niedrigere Lebensmittelpreise oder die Besteuerung von hohen Vermögen in den Mittelpunkt rückten. "Ich finde das gut." Es werde einen sozialpolitischen Wahlkampf geben.

Reichinnek : "Von der Politik im Stich gelassen"

Van Aken bildet mit der Abgeordneten Heidi Reichinnek das Spitzenduo zur Bundestagswahl. Die Linke versucht auch, über den Gewinn von drei Direktmandaten wieder in Fraktionsstärke ins Parlament zu kommen.

Reichinnek betonte, dass ihre Partei mit einem Mieten- und Heizkostenvergleich auch praktische Hilfe anbiete. Viele hätten das Gefühl, von der Politik im Stich gelassen zu werden. "Ich fühle mich auch von der Politik im Stich gelassen - ich bin die Politik und fühle mich im Stich gelassen."/vsr/DP/jha

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