Rheinmetall treibt Bau von Munitionsfabrik in Litauen voran

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Düsseldorf (Reuters) - Rheinmetall kommt auf dem Weg zum Bau einer Munitionsfabrik in Litauen weiter voran.

Der Konzern unterzeichnete eine Partnerschaftsvereinbarung, nach der die Düsseldorfer mit 51 Prozent die Mehrheit an der Rheinmetall Defence Lietuva halten wird, die das neue Werk errichten wird, wie Rheinmetall am Freitag auf Anfrage mitteilte. Die übrigen Anteile werden von zwei litauischen Unternehmen gehalten, den Löwenanteil übernimmt dabei der Energiekonzern EPSO-G. "Mit der unterzeichneten Vereinbarung mit unseren litauischen Partnern haben wir eine weitere sehr wichtige Etappe abgeschlossen und werden nun gemeinsam den Bau der neuen Fabrik planen und sie für den Betrieb vorbereiten", erklärte Rheinmetall-Chef Armin Papperger.

Die Anlage soll in der Nähe der litauischen Stadt Baisogala entstehen und voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 in Betrieb genommen werden. Sie soll dann in der Lage sein, jährlich Zehntausende von 155-Millimeter-Artilleriegeschossen herzustellen. Mehr als 180 Millionen Euro werden für den Bau in Litauen investiert. Die Anlage soll rund 150 neue Arbeitsplätze schaffen.

Rheinmetall und die Regierung in Vilnius hatten im April eine Absichtserklärung für den Bau der Munitionsfabrik unterzeichnet. Nun sind die Pläne konkret ausgestaltet. Das baltische Nato- und EU-Land will dadurch unabhängiger bei der Beschaffung von Munition werden. Rheinmetall betreibt in Litauen zusammen mit Krauss-Maffei Wegmann bereits ein Wartungszentrum für Panzer.

Die baltischen Staaten sind nach der russischen Invasion der Ukraine verstärkt in den sicherheitspolitischen Fokus gerückt. Deutschland will in Litauen eine Brigade der Bundeswehr dauerhaft stationieren.

(Bericht von Matthias Inverardi, redigiert von Myria Mildenberger . Bei Rückfragen wenden Sie sich bittean unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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