Einbruch in China lässt Porsche-Absatz schrumpfen

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Frankfurt (Reuters) - Der Sportwagenhersteller Porsche hat am wichtigen Automarkt China im vergangenen Jahr ein Debakel erlebt.

Der Absatz auf dem global führenden Markt sank um 28 Prozent auf knapp 57.000 Fahrzeuge, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die wohlhabende Kundschaft in China zögert, getroffen von Immobilienkrise und schwacher Konjunktur, mit Luxusanschaffungen. Porsche hatte im Oktober angekündigt, sein Händlernetz in China wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche zu verkleinern. Auch die anderen deutschen Autobauer kämpften in China im vergangenen Jahr mit Absatzschwund, wenn auch nicht in einem so großen Ausmaß wie Porsche.

Weltweit verkauften die Schwaben 2024 mit 310.718 Fahrzeugen drei Prozent weniger als im Vorjahr. In Europa legte Porsche um acht Prozent zu, am Heimatmarkt Deutschland mit Neuauflagen von Panamera, 911er oder dem neuen elektrischen SUV Macan sogar um elf Prozent. Das zweite E-Auto von Porsche, das wegen Software-Problemen zwei Jahre verspätet herauskam, legte aus Sicht des Autobauers mit mehr als 18.000 Auslieferungen seit September einen gelungenen Start hin. Vertriebschef Detlev von Platen setzt darauf, mit den neuen Modellen bei der Kundschaft zu punkten. "Gleichzeitig wissen wir natürlich, dass die wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen uns in 2025 stärker denn je fordern werden", ergänzte er.

(Bericht von Ilona Wissenbach, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)

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