Scholz: EU könnte schnell auf Trump-Ankündigungen zu Handel reagieren

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Berlin (Reuters) - Die EU wird nach Angaben von Kanzler Olaf Scholz schnell auf mögliche Handelssanktionen durch den künftigen US-Präsidenten Donald Trump regieren.

Er sei aber optimistisch, dass man auch mit der neuen US-Administration zusammenarbeiten könne, sagte Scholz am Montag in Seligenstadt. "Ich habe allen Anlass zu der Hoffnung, dass uns das gelingen wird", fügte er hinzu und verwies darauf, dass er bereits zwei Telefonate mit Trump geführt habe und die Bundesregierung im engen Kontakt mit der Trump-Mannschaft stehe. Dennoch sei man vorbereitet, wenn Trump einen eher konfrontativen Kurs suche. "Wir werden sehen, wie die USA ihre Zollpolitik in der Zukunft entwickelt. Das werden wir dann sehr genau analysieren und darauf auch schnell reagieren können", sagte der Kanzler. Er verwies darauf, dass die EU ein sehr großer Wirtschaftsraum mit internationaler Vernetzung und großer technologischer Kompetenz sei.

Der SPD-Politiker wies Vorwürfe zurück, dass er die Ausfälle Trumps gegen andere Staaten innenpolitisch im Wahlkampf nutzen wolle. "Ich empfehle uns allen Klarheit und eine gerade Haltung", sagte er. Deshalb habe er nach den Trump Äußerungen zu Grönland und den Panama-Kanal Stellung bezogen - "weil es ein Fehler wäre, wenn der größte Staat Europas und sein Regierungschef schweigen", betonte Scholz. Kleine EU-Länder dürfe man nicht alleine lassen. Es sei eine falsche Strategie, "sich irgendwie zu verstecken und wegzuducken".

(Bericht von Andreas Rinke; redigiert von Christian Rüttger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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