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3 Möglichkeiten, wie man sein ganzes Geld an der Börse verlieren kann

Bernd Schmid

Wenn ein Wort tendenziell mit dem Aktienmarkt in Verbindung gebracht wird, dann ist es die Volatilität. Sieh dir nur die letzten sechs Monate an, in denen der Dow uns auf eine Reihe von Achterbahnfahrten mitgenommen hat, über die sich selbst erfahrene Investoren wundern.

3 Möglichkeiten, wie man sein ganzes Geld an der Börse verlieren kann

Doch trotz ihrer Unberechenbarkeit ist die Börse immer noch der beste Ort für deine langfristigen Investitionen, vor allem, wenn du für ein großes Ziel wie den Ruhestand sparst. Obwohl du kein erfahrener Investor sein musst, um mit Aktien zu handeln, solltest du auch wissen, welche Fehler man vermeiden sollte, die dich finanziell zerstören könnten. Sorge dafür, die folgenden Fehler nicht zu machen — denn sonst könnten deine Ersparnisse sich in Rauch auflösen.

1. Überprüfe täglich dein Portfolio

Heutzutage ist es fast zu leicht, seine Investitionen im Auge zu behalten. Man kann sich einfach in sein Brokerage-Konto einloggen und sich die Zahlen auf dem Bildschirm ansehen. Obwohl es gut ist, sein Portfolio vierteljährlich zu überprüfen, um sicherzustellen, dass es einigermaßen gut läuft, kann man durch die tägliche Überprüfung seiner Investitionen jedoch Geld verlieren - und sich damit gleichzeitig foltern.

Man sollte eine Sache bezüglich der Börse im Hinterkopf behalten, und zwar, dass schnelle Aufstiege und Abschwünge zum Kurs dazugehören. Wenn daher der Wert deines Portfolios über Nacht um 2.000 US-Dollar steigt, so kann er auch innerhalb von nur 24 Stunden doppelt so viel verlieren. Wenn du damit Probleme hast, reagierst du eher, wenn der Markt einbricht und verkaufst deine Anlagen mit Verlust.

Du solltest aber nicht vergessen, dass das nur ein Verlust auf dem Papier - oder, heutzutage üblicher, ein Verlust auf dem Bildschirm — ist, solange du nicht verkaut hast. In Wirklichkeit wirst du keinen Cent verlieren, bis du aktiv wirst und deine Investitionen für weniger als für das, was du dafür bezahlt hast, verkaufst. Also tu dir selbst einen Gefallen und greife nicht jeden Tag auf dein Konto zu, besonders wenn du unnötige Verluste vermeiden willst. Wenn du die Investitionen für einen längeren Zeitraum in Ruhe lässt, wirst du auf lange Sicht die Nase vorn haben. Das war am Aktienmarkt historisch gesehen schon immer der Fall, und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass du die krasse Ausnahme sein wirst.

2. Investieren ohne zu recherchieren

Viele von uns waren schon einmal in dieser Situation: Ein Freund oder Nachbar erwähnt eine tolle Investition, die in seinem Portfolio Wunder gewirkt hat, und denkst, dass du das gleiche Glück haben wirst. Großer Fehler. Diese Übernacht-Investitionserfolge sind oft von kurzer Dauer, und wenn du zur falschen Zeit einsteigst, könntest du am Ende einen großen Teil des Geldes verlieren.

Es ist daher besser, vor dem Investieren gründlich zu recherchieren. Wenn du neu an der Börse bist, hilft dir dieser Leitfaden beim Einstieg. Von dort aus geht es dann darum, sich in die einzelnen Investitionen zu vertiefen, zu sehen, wo ihr Wert liegt, und zu entscheiden, ob sie sich langfristig auszahlen werden.

3. Nicht diversifizieren

Stell dir vor, du recherchierst eine einzelne Branche — sagen wir Biotech — und beschließt, den Großteil deines Geldes allein in diesen Sektor zu stecken. Auf den ersten Blick mag das wie eine vernünftige Strategie erscheinen — in das zu investieren, was man kennt. Aber es ist riskant, wenn du alle deine Eier in einen einzigen Korb legst, denn wenn die Branche, auf die du gesetzt hast, einen großen Rückschlag erleidet, wirst du ernsthafte Verluste verbuchen.

Deshalb ist es so wichtig, bei der Anlage in Aktien zu diversifizieren. Je mehr Bereiche des Marktes du abdeckst, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du einen katastrophalen Einbruch erleiden wirst. Eine weitere gute Möglichkeit zur Diversifikation besteht darin, in Indexfonds zu investieren, die bestehende Indizes wie den S&P 500 abbilden und dir so ein breiteres Stück vom Markt bieten.

Die Börse kann einem manchmal ganz schön Angst machen — das muss aber nicht sein. Vermeide diese Fehler, und mit etwas Glück profitierst du von dem langfristigen Wachstum, dessen sich schon so viele Investoren vor dir erfreut haben.

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Dieser Artikel wurde von Maurie Backman auf Englisch verfasst und am 15.07.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Motley Fool Deutschland 2018

Foto: Getty Images

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Expertenprofil
Bernd Schmid Bernd Schmid

Herr Schmid ist der Leitende Investor von The Motley Fool Deutschland und verantwortlich für die Performance aller Newsletter von The Motley Fool in Deutschland. Er leitet selbst den Newsletter Stock Advisor Deutschland, mit dem Ziel langfristig orientierten Anlegern zu helfen, mit den besten Unernehmen am Aktienmarkt überdurchschnittliche Renditen zu erwirtschaften und mehr über das Investieren zu lernen.

Im Jahr 2016 hat Herr Schmid das letzte der drei Chartered Financial Analyst (CFA) Examen bestanden und kann damit ab dem Jahr 2019 den in der Investment-Industrie hoch angesehenen CFA Charter zugesprochen bekommen.

Bevor er im Jahr 2014 beim Deutschlandstart Teil des Teams von The Motley Fool wurde, begann er damit, als selbständiger Berater mittelständische Unternehmen rund um das Thema Finanzen, mit dem Fokus auf die Bilanzanalyse und Bilanzplanung, zu beraten. Vorher war Herr Schmid anderthalb Jahre als Manager für den innovativen Zahlungsdienstleister SumUp und für zweieinhalb Jahre bei der Detecon als Technologie- und Strategieberater für Telekommunikationsunternehmen weltweit tätig.

Herr Schmid besitzt einen Master of Business Administration und einen Master of Science im Bereich Elektrotechnik von der Technischen Universität Hamburg-Harburg und ein Diplom (FH) von der Hochschule Ravensburg Weingarten. Während seiner akademischen Zeit forschte Herr Schmid in den Bereichen Robotik und Nanophotonik.

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11.12.2018, 22:53, außerbörslich

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